Kommentar

Es funktioniert nur bei Erfolg

Jörn Meyn über die Vertragsverlängerung mit Manager Preetz

Dass Hertha BSC den Vertrag mit Manager Michael Preetz vorzeitig verlängert, ist die richtige Entscheidung. Nach der Enttäuschung des zweiten Abstieges innerhalb von drei Jahren hat der 46-Jährige den Klub mittlerweile auf stabile Füße und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Richtig und vor allem klug aber ist auch der Zeitpunkt der Vertragsverlängerung. Die strategische Planung der Mannschaft für die kommende Spielzeit beginnt traditionell im Herbst. Preetz lief Gefahr, ohne die Gewissheit, auch über den Sommer 2014 hinaus noch Hertha-Manager zu sein, zunehmend als „lame duck“ wahrgenommen zu werden. Als „lahme Ente“ werden Politiker und bisweilen auch Fußballtrainer bezeichnet, deren Amtszeiten absehbar auslaufen, und die damit nach Innen ihrer Handlungsfähigkeit beraubt sind. Mit dem nötigen Rückhalt des neuen Arbeitspapieres kann Preetz nun die Hertha der Zukunft planen.

Klug ist der Zeitpunkt zudem, weil Hertha bei den kommenden schweren Aufgaben in der Bundesliga nichts weniger gebrauchen kann, als eine lange, öffentliche Debatte über die Zukunft des Managers. Die würde dann schnell genug aufkommen, wenn der Klassenverbleib wider Erwarten verpasst würde.