Volleyball

BR Volleys wollen Champions League nach Berlin holen

Der Deutsche Meister bewirbt sich fürs Finale 2015

Mit stattlichen Höhen kennen sich die BR Volleys aus, immerhin messen nicht wenige Spieler des Deutschen Meisters eine Körpergröße von zwei Metern. Und so war der Ort ganz nach dem Geschmack des Hauptstadtklubs. Auf der Aussichtsplattform des Fernsehturms am Alexanderplatz verkündete Manager Kaweh Niroomand die Ziele für die neue Saison, die für die Berliner am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Pokalsieger Generali Haching (19.30 Uhr, Schmeling-Halle) beginnt. Und Niroomand hatte gleich ein Schmankerl parat: Die BR Volleys wollen das Final Four der Champions League im Jahr 2015 nach Berlin zu holen. „Das Potenzial für große Volleyball-Veranstaltungen in der Stadt ist auf jeden Fall vorhanden“, verkündete der Manager in 203 Metern Höhe.

Niroomand wies allerdings auch darauf hin, dass zur Ausrichtung eines derart hochkarätigen Turniers Erfolge der eigenen Mannschaft unablässig sind. „Wir müssen oben mitspielen, Ziel ist es, in der nächsten Saison zumindest wieder das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen“, sagte der Manager. Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, haben die BR Volleys ihren Etat gegenüber der vergangenen Saison um 100.000 Euro erhöht auf die neue Rekordsumme von nunmehr 1,5 Millionen Euro. Ziel sei es aber, in den nächsten zwei, drei Jahren mit einem Etat um die zwei Millionen Euro an den Start zu gehen, wie Niroomand betont.

Für die neue Saison baut der fünfmalige Deutsche Meister auf bewährtes Personal. Von den insgesamt 13 Spielern im Kader ist nur der serbische Mittelblocker Srecko Lisinac neu. „Wir setzen ganz bewusst auf Harmonie und das Eingespieltsein der Mannschaft“, sagte Niroomand. Er schließt jedoch nicht aus, gegebenenfalls noch weitere Spieler zu verpflichten.

Manager droht mit Hallenwechsel

Mit der Vorbereitung sind die Verantwortlichen zufrieden, für Verdruss sorgt dagegen der Bundesliga-Spielplan. Nach dem Auftakt gegen Haching folgen in Champions League, Bundesliga und deutschem Pokal zehn Auswärtsspiele in Serie. Schuld daran ist der enge Belegungsplan der Schmeling-Halle. „So etwas darf nie wieder passieren“, schimpfte Niroomand, „ansonsten müssen wir uns wegen der Spielstätte anderweitig Gedanken machen.“

Neben der Verkündung der Saisonziele wurde am Dienstag auch die neue Kampagne „Berlin spielt Volleyball“ gestartet. Durch sie wollen die BR Volleys die enge Verbundenheit mit ihrer Heimstadt zum Ausdruck bringen. „Berlin ist eine Weltstadt – lebendig, kreativ, multikulturell und ständig im Wandel. Und so spektakulär und dynamisch wie unsere Heimatstadt ist auch unsere Sportart Volleyball“, sagte Niroomand.