Fußball

Frankfurt in der Europa League auf Erfolgskurs

SC Freiburg hingegen erlebt den nächsten Rückschlag

Die Hessen feierten gegen den Rekordmeister aus Zypern einen ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolg und führen die Gruppe F mit sechs Zählern souverän an. Vor rund 15.000 Zuschauern gingen die Frankfurter durch ein Eigentor von Nektarios Alexandrou in der 27. Minute in Führung, die Srdjan Lakic (59.) und Sebastian Jung (66.) nach der Pause ausbauten.

Die Frankfurter konnten zwar nicht so glänzen wie beim 3:0-Auftaktsieg gegen Girondins Bordeaux, hatten die Partie gegen den zyprischen Meister aber jederzeit im Griff. Dabei mussten die Gäste kurzfristig auf den zuletzt glänzend aufgelegten Stefan Aigner verzichten. Bei dem Mittelfeldspieler brach während des Aufwärmens eine alte Fußverletzung auf. Trainer Armin Veh änderte daraufhin sein System in ein 4-4-2 und schickte Lakic als zweite Sturmspitze von Beginn an auf den Rasen. Mit Erfolg, wie nicht nur der Treffer des Kroaten zeigte.

Der SC Freiburg hingegen zahlt auch auf internationaler Fußball-Bühne weiter Lehrgeld. Die in der Bundesliga noch sieglosen Breisgauer unterlagen in einem schwachen Europa-League-Spiel beim FC Sevilla mit 0:2 (0:0) und müssen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen um das Weiterkommen in der Vorrundengruppe H bangen. Vor 25.000 Zuschauern verlor der SC nicht nur die Punkte, sondern auch Abwehrspieler Fallou Diagne, der in der 62. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte sah – in seinem 57. Pflichtspiel für Freiburg bereits zum vierten Mal. Den fälligen Strafstoß verwandelte Diego Perotti für die Andalusier, bei denen Ex-Nationalspieler Marko Marin erst in der zweiten Halbzeit zum Zuge kam. Carlos Bacca (90.+1) traf zum 2:0-Endstand.

„Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit einigermaßen im Griff. Deshalb ist es umso enttäuschender, dass wir durch eine Rote Karte und einen Elfmeter in Rückstand geraten“, ärgerte sich SC-Angreifer Mike Hanke. Dagegen sieht Sevillas Piotr Trochowski seine Mannschaft im Soll. „Zwei Spiele, sechs Punkte – so kann's weitergehen“, sagte der frühere Hamburger und Münchner.

Beim sechsten Spiel seiner Mannschaft in 20 Tagen verzichtete SC-Trainer Christian Streich mit Blick auf das anstehende Liga-Duell gegen Frankfurt auf Julian Schuster und Jonathan Schmid. Dafür erlebten die etwa 1000 mitgereisten Freiburger Fans das Startelfdebüt des erst 21 Jahre alten Tim Albutat. Trotz der Umstellungen hatte der Bundesliga-17. das Geschehen im Griff, weil der erwartete Dauerdruck des zweifachen Europa-League-Siegers ausblieb. Am Ende mussten sich die Gäste aber doch der Cleverness der spielstärkeren Spanier geschlagen geben.