Leichtathletik

Hambüchen krönt Aufholjagd mit Bronze

Fabian Hambüchen hat nach großer Aufholjagd bei den Turn-Weltmeisterschaften in Antwerpen die Bronzemedaille im Mehrkampf geholt.

Nach einem dramatischen Finale holte der Student aus Wetzlar mit 89,332 Punkten seine insgesamt 21. Medaille bei Olympia, WM oder EM. Weltmeister wurde zum vierten Mal in Serie der Japaner Kohei Uchimura. Mit 91,990 Punkten war er von keinem Konkurrenten zu gefährden und verbesserte seinen eigenen Titel-Rekord: Noch nie zuvor hatte ein Turner viermal den WM-Mehrkampf gewonnen. Silber ging an seinen Landsmann Ryohei Kato.

Hambüchen startete an seinem „Zittergerät“ Seitpferd. Beim Abgang unterlief ihm ein Handstand-Fehler, so dass er mit nur 13,333 Punkten vom letzten Platz aus seine Aufholjagd in Angriff nahm. Über stabile Leistungen an Ringen und Sprung hatte er sich bei Halbzeit auf den 13. Platz vorgeschoben. Am Barren (15,233) und vor allem mit einer glänzenden Reck-Übung, bei der er höchstes Risiko ging (15,933), verkürzte Hambüchen vor dem letzten Gerät den Rückstand auf die Medaillenplätze auf 0,6 Zähler. Als er am Boden gut durchkam und der Amerikaner Sam Mikulak am Reck patzte, war das Medaillenziel erreicht.