Handball

Wahl ohne Gegenstimme: Großer Vertrauensbeweis für Hanning

Nach zwei Jahren Vorbereitung war der Führungswechsel nur noch Minutensache: Kurz nach dem Abtritt von Ulrich Strombach wurde Bernhard Bauer gestern zum achten Präsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB) gewählt.

Um 14.10 Uhr bestimmten die Delegierten auf dem Bundestag in Düsseldorf den 62 Jahre alten Juristen einstimmig für die nächsten vier Jahre zum neuen Chef des weltgrößten nationalen Handball-Verbandes. „Ich weiß um die Aufgaben, die vor uns stehen. Deswegen habe ich auch Respekt davor“, sagte Bauer nach seiner Wahl.

Und auch der Vertrauensbeweis für den neuen Vize-Präsidenten, zuständig für den Leistungssport, war riesengroß. Wie Bauer wurde auch Bob Hanning, der Geschäftsführer des Bundesligisten Füchse Berlin, mit allen 107 Delegiertenstimmen in sein Amt gewählt.

„Ich bitte um Vertrauen und Unterstützung, wir haben aufreibende Zeiten vor uns“, hatte Hanning in seiner „Bewerbungs“-Rede erklärt. „Uns allen ist klar, dass im Nachwuchs die einzige und große Chance liegt. Ich wünsche mir, dass wir im männlichen und weiblichen Bereich die Erfolge feiern können, die wir uns vorgenommen haben.“ In seinem Klub in Berlin geht Hanning seit Jahren den Weg, Nachwuchsspieler auszubilden und dann später ins Bundesligateam zu integrieren.

In seiner neuen Funktion ist Bob Hanning auch für die Nationalmannschaft zuständig. Und für diesen Bereich stellte er gleich klar, dass das neue Präsidium an Bundestrainer Martin Heuberger festhalten werde, der zuletzt mit dem Team überraschend die Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Dänemark nicht geschafft hatte. „Es besteht überhaupt keine Veranlassung, um über einen Trainerwechsel nachzudenken.“ Heubergers Vertrag läuft bis Juni 2014.