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Viel Frust in Freiburg

Schelte Nach dem 2:2 gegen Slovan Liberec in der Euopa League fand Freiburgs Angreifer Mike Hanke klare Worte: „Das ist einfach nur dumm und bringt uns ums Selbstvertrauen“, sagte der Stürmer über die Fehler vor den Gegentoren. Erst bugsierte Torwart Oliver Baumann einen Fernschuss von Wladislaw Kalitwinzew ins eigene Netz, dann bediente Admir Mehmedi Liberec-Stürmer Michael Rabusic mit einem katastrophalen Pass – am Ende mussten die Breisgauer bei ihrem Europa-Comeback über den Punkt noch froh sein. „Wir schaffen es zur Zeit nicht, über 90 Minuten unseren Stiefel runterzuziehen. Letztendlich war es wieder ein Dämpfer“, ärgerte sich Hanke. Dass erst Julian Schuster per Foulelfmeter (23.) und zwölf Minuten später Mehmedi ein verdientes 2:0 herausgeschossen hatten, war am Ende der Strohhalm in den Analysen. „An der ersten Halbzeit müssen wir ansetzen, da haben wir gut gespielt“, sagte der Stürmer.

Krise „Wir kämpfen um alles momentan: um Punkte, um Nerven, um körperliche Stabilität“, sagte Trainer Christian Streich. Die Breisgauer sind seit sechs Pflichtspielen sieglos. Auf den erhofften Schwung für die Bundesliga haben Fans und Verantwortliche deshalb vor der Europa League-Partie vergeblich gehofft. „Wir müssen mutig am Sonntag gegen Berlin auftreten, sonst haben wir gar keine Chance“, forderte Streich. Fünf Wechsel in der Startelf wie gegen Liberec werde es aber nicht geben, meinte der Trainer: „So viele Spieler haben wir nicht mehr.“ Trotzdem wird vor dem Hertha-Spiel mit einigen Änderungen zu rechnen sein. Denn nicht alle Profis werden rechtzeitig fit. So ist Pavel Krmas beispielsweise mit einer Beckenprellung angeschlagen.