Fußball

Volland führt Hoffenheim zum ersten Heimsieg

Der U21-Kapitän trifft beim 2:1 gegen Mönchengladbach

Kevin Volland grinste. Der Offensivspieler hatte mit der TSG 1899 Hoffenheim gerade 2:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen und dabei nicht nur ein Tor erzielt, sondern auch eine starke Leistung gezeigt. Es war bereits sein vierter Treffer im fünften Saisonspiel: „Ich bin sehr gut drauf, ja“ sagte Volland also, erinnerte sich aber schnell an den Fußballersprachduktus, der meist die Teamleistung vor die eigene rückt: „Es macht derzeit einfach Spaß. Wir haben heute als Mannschaft überragend gekämpft und deshalb verdient gewonnen“, sagte Volland.

Dank des 21-Jährigen, der nach dem Führungstreffer per Kopf durch Anthony Modeste (45. Minute) unmittelbar vor der Pause das zwischenzeitliche 2:0 (54.) erzielte, feiert Hoffenheim nach dem 2:6-Desaster von Stuttgart den ersten Heimsieg der Saison. Für Gladbacher traf der zehn Minuten zuvor eingewechselte Branimir Hrgota (75.) vor 29.447 Zuschauern. In der Tabelle kletterten die 1899er auf den siebten Rang, die auswärts immer noch punktlosen Gladbacher rutschten auf den elften Rang ab.

Erster Punkt für Braunschweig

Nach der Partie ärgerte sich Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre über die mangelnde Chancenverwertung seines Teams. Das hatte vor allem nach dem Anschluss zahlreiche gute Gelegenheiten ausgelassen und sich bei beiden Gegentoren amateurhaft verhalten. „Sehr schwer zu akzeptieren“, sagte Favre kopfschüttelnd. „Vor allem das 2:0 war unglaublich.“ Da hatte sich Volland an der Torauslinie gegen den Borussen-Kapitän Filip Daems durchgesetzt und aus spitzem Winkel eingeschoben.

Im zweiten Sonntagsspiel konnte Aufsteiger Eintracht Braunschweig frischen Mut für den Abstiegskampf schöpfen. Omar Ellabdellaoui rettete mit seinem Treffer in der 70. Minute ein hochverdientes 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Es war der erste Punktgewinn in der Fußball-Bundesliga seit 10.333 Tagen und der erste Zähler für die Niedersachsen, die aber weiter Tabellenletzter bleiben. „Nach dem Spielverlauf war ein Punkt fast zu wenig, aber wichtig war, dass die Mannschaft zeigt, dass sie lebt und dass sie mithalten kann“, sagte Eintracht-Sportdirektor Marc Arnold.

Die erneut enttäuschenden Nürnberger waren durch Adam Hlousek in der 28. Minute in Führung gegangen, der Tscheche traf bei seinem Erstliga-Comeback nach mehr als 17 Monaten. Für das Team von Michael Wiesinger war der Punktgewinn schmeichelhaft, denn Braunschweig präsentierte sich von Beginn an mutiger als zuletzt und versuchte schnell in die Spitze zu spielen. Den drei Punkten stand am Ende nur Club-Keeper Raphael Schäfer im Weg, der mehrere Braunschweiger Großchancen vereitelte.