Segeln

Der America’s Cup ist für die US-Amerikaner schon fast verloren

Jimmy Spithill ist verzweifelt. Er hat eine Auszeit genommen, er hat sogar den Taktiker gewechselt und Großbritanniens viermaligen Olympiasieger Ben Ainslie anstelle von John Kostecki an Bord genommen.

Doch egal, was der Skipper des Titelverteidigers Team Oracle USA beim 34. America's Cup versucht: Die Erzfeinde aus Neuseeland segeln ihm davon. Oracle braucht an diesem Wochenende ein Wunder, um den Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt nicht frühzeitig zu verlieren.

„Wir werden nicht aufgeben“, sagte Spithill trotzig und schaltete ungeachtet der demütigenden Niederlagen in den Rennen sechs und sieben in den Angriffsmodus. Bereits am Sonntag könnten die „Kiwis“ den entscheidenden neunten Sieg landen, sie stehen derzeit bei sechs Punkten. Oracle fuhr bis Donnerstag dagegen erst einmal als Gewinner ins Ziel und steht aufgrund der Strafe wegen früherer Materialschummeleien bei -1. Das Team USA muss also noch zehn Rennen für sich entscheiden, eine fast aussichtslose Mission.

„Es ist ein Schock, dass sie einen Vorsprung am Wind haben“, sagte der 34 Jahre alte Australier Spithill vor den Rennen acht und neun am Sonnabend (22.15 Uhr,ServusTV). Trotz des Megaetats von 200 Millionen Dollar segelt das Team von Software-Milliardär Larry Ellison vor San Francisco nur hinterher.