Sicherheit

„Krieg“ gegen Schalke als Wahlkampfthema

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) bekommt für seine Anordnung zum Abzug der Polizei von Spielen des FC Schalke in der Politik kräftigen Gegenwind.

„Die nordrhein-westfälische Polizei ist nicht die Privatarmee von Herrn Jäger. Er darf sie nicht nach Gutsherrenart führen. Der Schnellschuss ist eine Kriegserklärung an die gesamte Bundesliga“, erklärte Peter Biesenbach, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag gut eine Woche vor der Bundestagswahl.

Jäger hatte mit seiner Anordnung am Donnerstag auf die harsche Kritik an einem harten Einsatz der Polizei im Play-off-Hinspiel zur Champions League am 21. August gegen PAOK Saloniki (1:1) reagiert. Jäger betonte zwar, dass die Tür für Schalke offen stehe, knüpfte die Rückkehr der Polizei ins Stadion aber an Bedingungen. „Es muss auf Schalke in Richtung der Ultra-Szene anders gearbeitet werden. Die Fanarbeit muss erweitert werden. Es braucht mehr und qualifizierteres Sicherheitspersonal.“ Die Bundesliga sieht das Problem vor allem als ein Schalker Problem an. Der FC Bayern (Mediendirektor Markus Hörwick) und Eintracht Frankfurt (Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen) verwiesen auf die enge Zusammenarbeit mit der Polizei.