Handball

Torwart Heinevetter trifft bei Füchse-Sieg in Balingen doppelt

Sie hatten ein rustikales Kampfspiel erwartet, immerhin ist Balingen in der Handball-Bundesliga für seine rüde Gangart bekannt.

– Doch die Füchse Berlin ließen sich auf der schwäbischen Alb gar nicht erst auf einen Nahkampf ein. Mit schnellem Spiel und einer sicheren Abwehr ließen sie dem Gastgeber keine Chance und holten mit dem 33:25 (19:12) den ersten Auswärtssieg der neuen Saison in der Handball-Bundesliga. Die meisten Berliner Treffer erzielte Fredrik Petersen (7/4 Siebenmeter).

Die Füchse legten von Beginn an furios los, sie führten rasch mit 3:0 (4. Minute). Balingen musste dem druckvollen Spiel der Berliner Tribut zollen. In der starken Anfangsphase trug sich selbst Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter in die Torschützenliste ein. Nachdem die Balinger einen zusätzlichen Feldspieler gebracht und somit auf ihren Schlussmann verzichtet hatten, hielt Heinevetter einen Ball und traf anschließend mit einem Weitwurf direkt ins Tor. Insgesamt erzielte der Nationalkeeper zwei Treffer. Berlins Trainer Dagur Sigurdsson konnte angesichts des komfortablen Vorsprungs früh den Nachwuchsspielern Jonas Thümmler und Fabian Wiede Spielpraxis verschaffen, damit die beiden Jungfüchse im Ernstfall über die nötige Erfahrung verfügen.

Während Nationalspieler Heinevetter immer wieder Würfe der Balinger entschärfte, traf der Angriff beinahe wie er wollte. „Wir waren nach der Niederlage in Melsungen in der Pflicht“, sagte Heinevetter, „wir haben das gegen Balingen von Anfang bis Ende bravourös gelöst. Wir haben jetzt 4:2 Punkte, das ist völlig okay für uns.“ Und Geschäftsführer Bob Hanning freute sich: „Wir waren über 60 Minuten hellwach.“

Eine Überraschung gab es in Solingen, wo Champions-League-Sieger HSV Handball mit einer Niederlage in die Saison startete. Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb verlor beim Aufsteiger Bergischer HC mit 27:34 (14:14). Wenige Tage nach der Vereins-WM in Katar und vor dem Spitzenspiel am Sonnabend beim THW Kiel präsentierte sich der HSV in der Endphase der Begegnung müde und ohne Ideen.