Spielertransfer

Özil-Wechsel: Ronaldo sauer, Löw und Mourinho verständnislos

Kaum ein Wechsel hat in jüngster Zeit so viel Unverständnis ausgelöst wie der Verkauf des deutschen Nationalspielers Mesut Özil von Real Madrid an Arsenal London.

Kurz nach Bekanntwerden des Transfers am Montag hatten bereits viele Fans und andere Fußballprofis von Real wie Sergio Ramos oder Alvaro Arbeloa den Weggang Özils öffentlich bedauert. Nun schlossen sich auch Bundestrainer Joachim Löw, der frühere Real- und jetzige Chelsea-Coach Jose Mourinho und Real-Star Cristiano Ronaldo der Kritik an.

Löw verpackte sein Unverständnis über Real noch einigermaßen dezent, Ronaldo hingegen ließ seinem Frust freien Lauf. „Der Weggang von Özil ist eine sehr schlechte Nachricht für mich. Ich bin wütend über seinen Wechsel“, zitiert die spanische Sportzeitung „AS“ den 28-Jährigen. Ronaldo, der davon im Trainingslager des portugiesischen Nationalteams in Obidos erfuhr, sei sehr verärgert, hieß es weiter. Er könne nicht nachvollziehen, dass man „einen Spieler, der den Unterschied macht“, abgibt. Real verkaufte kurz nach der Verpflichtung von Gareth Bale (Tottenham/100 Millionen Euro Ablöse) Mittelfeldspieler Özil für rund 50 Millionen Euro. Für Ronaldo ein schwerer Schlag, da der 24-Jährige sein bester Vorlagengeber gewesen war. In drei Jahren hatte Özil 27 Treffer von Ronaldo unmittelbar eingeleitet.

Auch Löw kann den Transfer nicht nachvollziehen: „Einige bei Real wie Ronaldo oder Sami Khedira sind traurig, dass sie so einen Klassespieler verlieren. Auch für mich ist das ein Stück weit unverständlich, dass Real seinen Topscorer der letzten Jahre abgibt, aber so ist eben das Geschäft.“ Özils ehemaliger Trainer José Mourinho, in diesem Sommer von Real zum FC Chelsea gewechselt, übte ebenfalls Kritik. „Özil ist die beste Nummer 10 der Welt. Von ihm gibt es keine Kopie, nicht einmal eine schlechte“, zitierten „AS“ und das Konkurrenzblatt „Marca“ den Portugiesen.