Fußball

Union nimmt ein Luxusproblem mit nach Frankfurt

Eggimann ist wieder fit und drängt zurück in die Startelf

Entspannung ist angesagt beim 1. FC Union. Das trifft vor allem auf die personelle Situation beim Berliner Fußball-Zweitligisten vor der Partie am Sonntag beim FSV Frankfurt zu (13.30 Uhr, Sky). Trainer Uwe Neuhaus wird beim Auftritt am Bornheimer Hang nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Ausgezeichnete Voraussetzungen also, um die kleine Erfolgsserie auf drei Siege auszubauen.

So kann der Coach in der Abwehr wieder auf Mario Eggimann zurückgreifen. „Mario hat zuletzt zwei Einheiten mit der Mannschaft trainieren können. Es sieht positiv aus, dass er wieder einsatzbereit ist“, sagte Neuhaus gestern. Der Schweizer Innenverteidiger war nach dem zweiten Spieltag wegen einer Verletzung des Sprunggelenks zum Zuschauen verurteilt. Innen- wie Außenband waren in Mitleidenschaft gezogen.

Nun steht der Schweizer, der vor der Saison vom Bundesligisten Hannover 96 verpflichtet worden war, jedoch wieder zur Verfügung. Und er bereitet dem Trainer ein Luxusproblem, denn Christian Stuff hatte Eggimann bei den Siegen in Dresden (3:1) und gegen Düsseldorf (2:1) mehr als nur vertreten. Die Chancen, dass Eggimann wieder in der Startelf steht, bezeichnete der Trainer jedenfalls als „sehr groß“. Zugleich betonte er, dass er die Situation im Abwehrzentrum „nicht als Luxusproblem sehe. Wir hatten auch in den vergangenen Jahren immer vier Innenverteidiger. Und sollte Stuff jetzt weichen müssen, wird ihn das nicht beeindrucken. Er wird sich wieder zurückkämpfen.“ So wie er es schon in jeder Saison bei Union getan hat.

Auch Köhler ist zuversichtlich

Auch Benjamin Köhler sieht seinen Einsatz nicht gefährdet. Zuletzt hatte der Mittelfeldspieler wegen einer Verhärtung im Oberschenkel ein wenig kürzer treten müssen. „Ist beim Einschlafen passiert", flachste Köhler. Ein gutes Zeichen dafür, dass er bei seiner Rückkehr nach Frankfurt – Köhler spielte achteinhalb Jahre für den FSV-Rivalen Eintracht – ebenfalls dabei sein wird.

Eine nicht unwichtige Personalie, denn Köhler hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten reingebissen in die Anfangsformation. „Schwierigkeiten gibt es doch immer, wenn man neu zur Mannschaft stößt. Man muss die Mitspieler erst kennenlernen und braucht Spielpraxis“, erklärte der 33-Jährige. Diese Eingewöhnungsphase ist offensichtlich vorbei. Zuletzt gegen Bundesliga-Absteiger Düsseldorf lieferte er jedenfalls seine bislang beste Leistung im Union-Trikot ab. „Dem stimme ich zu“, sagte Köhler.

Neben dem Kampfgeist ist es vor allem die Ballsicherung, die Köhler derzeit so wertvoll macht. Er selbst will seine Leistung jedoch nicht so hoch hängen: „Wenn es in der Mannschaft läuft, dann läuft es auch für jeden einzelnen.“

Erfreulich: Mit Steven Skrzybski steigt auch der dritte zuletzt angeschlagene Spieler wieder ins Mannschaftstraining ein. Den Stürmer hatte ein Bänderriss außer Gefecht gesetzt.