Fußball

Frankfurt in Europa ohne Mühe, Stuttgart verliert und hadert

Tor-Garant Alexander Meier hat Eintracht Frankfurt nach 2443 Tagen eine erfolgreiche Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne beschert.

Der Mittelfeldspieler schoss den Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga gestern Abend im Play-off-Hinspiel der Europa League beim FK Karabach Agdam aus Aserbaidschan mit einem Doppelpack in der 6. und 75. Minute zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Sieg – und damit so gut wie sicher in die lukrative Gruppenphase. Im Rückspiel können die Frankfurter am kommenden Donnerstag nun alles klar machen. Trainer Armin Veh verfolgte den ersten internationalen Auftritt der Eintracht seit dem 14. Dezember 2006 ganz entspannt. „Wir haben das Spiel kontrolliert und verdient gewonnen“, stellte der 52-Jährige fest.

Auf der Holper-Wiese in der Hauptstadt Baku erwischte seine Mannschaft einen Start nach Maß. Nach Vorarbeit von Stefano Celozzi hämmerte Meier das Leder aus 15 Metern per Direktabnahme ins Netz. Auch nach der Pause dominierte Frankfurt die Partie weiter klar, doch offensiv lief wenig zusammen. Meier beseitigte mit seinem zweiten Treffer alle Zweifel, auch wenn die Eintracht bei einem Lattentreffer von Vugar Nadirow (84.) noch einmal Glück hatte.

Ums Weiterkommen zittern muss der VfB Stuttgart. Nach dem verkorksten Bundesliga-Auftakt verloren die Schwaben auch ihr Hinspiel in der Play-off-Runde zur Europa League. Die Mannschaft von Bruno Labbadia unterlag bei HNK Rijeka aus Kroatien mit 1:2 (0:0). Im Rückspiel kann der VfB nur mit einer deutlichen Steigerung den Einzug in die Gruppenphase klar machen.

Rijekas Torjäger Leon Benko versetzte den Stuttgartern in der 74. Minute den ersten Schlag. Der Angreifer traf mit einem Kopfballaufsetzer. Zoran Kvrzic erzielte in der 87. Minute das 2:0, ehe Torjäger Vedad Ibisevic für eine bessere Ausgangssituation der Schwaben sorgte (89.). „Mehr Torchancen kannst du eigentlich nicht mehr haben. Wir brauchen zu viele Chancen, dadurch bauen wir den Gegner auf. Wir belohnen uns nicht. Das tut uns allen weh“, sagte VfB-Coach Labbadia.