Sieg gegen England

Hockey-EM: Deutsche Frauen auf Halbfinalkurs

DHB-Männer stehen heute gegen Spanien unter Druck

Das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders schlug den Olympiadritten England nach einer ansprechenden Leistung mit 2:1 (1:1). Die Tore für die DHB-Auswahl erzielte Marie Mävers (29./51., Strafecke), Giselle Ansley hatte zehn Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit für den Ausgleich für England gesorgt.

„In den letzten sieben Minuten haben wir nichts anderes gemacht, als zu verteidigen. In der Defensive haben wir einen großen Schritt gemacht, das war der Schlüssel zum Erfolg. Am Ende hatten wir auch ein wenig Glück“, sagte Mülders. Spielführerin Julia Müller fand: „Wir waren richtig wach. Nach vorne waren wir viel spritziger als gegen Schottland. Das war schon eine krasse Teamleistung.“

Deutschland hat vor der abschließenden Begegnung am Dienstag gegen Spanien (16 Uhr) sechs Punkte auf dem Konto und führt die Tabelle der Gruppe B vor England und Spanien (je 3) an. Um sicher ins Halbfinale einzuziehen, reicht ein Punkt. Zum Auftakt hatten die Deutschen die Schottinnen mit 1:0 besiegt.

Erste Auftaktpleite seit 18 Jahren

Die erfolgsverwöhnten deutschen Männer stehen nach der ersten Auftaktpleite bei einer Europameisterschaft seit 1995 schwer unter Druck – und ihr Coach findet es in Ordnung. „Nun sind wir gegen Spanien in der Situation, gewinnen zu müssen, aber das ist nicht schlimm. Wir sind ja nicht zu dieser EM gefahren, um Spiele zu verlieren“, betonte Bundestrainer Markus Weise nach dem 1:2 (1:2) gegen Belgien. Um nicht erstmals bei einer Europameisterschaft das Halbfinale zu verpassen, sind für den Olympiasieger wohl zwei Siege über Spanien am Montag (14 Uhr) und Außenseiter Tschechien (Mittwoch) nötig. Kapitän Moritz Fürste gibt sich ähnlich gelassen wie sein Trainer. „Wir haben jetzt ein Spiel verloren, aber es kommen ja noch zwei“, sagt der 28-Jährige.