Schlusspunkt

Olympiasiegerin Keller beendet ihre Hockey-Karriere

Statistisch ist nur festgehalten, dass Natascha Keller 425 Länderspiele für die Hockey-Nationalmannschaft bestritten und dabei 209 Treffer erzielt hat.

Wie oft sie das Trikot ihres Vereins, des Berliner HC, getragen hat, weiß niemand genau, nicht einmal sie selbst. In jedem Fall waren es noch mehr Spiele. Aber nun sollen keine weiteren hinzukommen: Die Olympiasiegerin von Athen hat entschieden, ein Jahr nach dem Ende ihrer internationalen Karriere auch ihre aktive Laufbahn beim BHC zu beenden.

„Nach 20 Jahren ist es genau der richtige Moment, einen Schlusspunkt zu setzen“, wird die 36-Jährige in einer Pressemitteilung ihres Klubs zitiert. Genau richtig auch deshalb, weil sie mit dem BHC 2013 noch zweimal Deutsche Meisterin wurde. Als Leistungsträgerin natürlich: Bei der Hallenendrunde in Berlin war sie beste Spielerin des Turniers. Auf dem Feld in Hamburg erzielte sie im Finale einen Treffer, wie nur sie es kann. Nachdem sie ein halbes Dutzend Gegnerinnen umdribbelt hatte, drosch sie den Ball fast von der Grundlinie in den Torwinkel. „Ihr Rücktritt ist ein herber Verlust“, weiß BHC-Kapitänin Franziska Stern. Aber vielleicht ist es kein Abschied für immer, denn Natascha Keller sagt: „Ich würde es nicht ausschließen zu helfen, wenn ich gebraucht werde.“ Ein klarer Fall von: Ende offen.