Alba Berlin

Dem süßen Empfang sollen nun Taten folgen

Albas Zugänge Redding und Radosevic haben hohe Ziele

Über den Empfang staunten die beiden Neuen nicht schlecht. Als am Sonntagvormittag Reggie Redding und Leon Radosevic auf dem Flughafen Tegel ankamen, wurden sie von einem Trio in Alba-Trikots empfangen. Neben einem freundlichen Willkommen gab es von den treuen Fans des Basketball-Bundesligisten für die Neuankömmlinge gleich ein paar Päckchen mit Süßigkeiten.

Nicht nur die drei Fans hoffen, dass ihnen das Duo in der kommenden Saison viel Freude bereiten wird: In der bis auf Kapitän Sven Schultze komplett umgekrempelten Alba-Mannschaft werden der US-Amerikaner Redding (25) und der Kroate Radosevic (23), beide mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet, wichtige Rollen einnehmen. „So oft siegen wie möglich“, hat sich Redding zum Ziel gesetzt. „Und ich will zeigen, dass Alba richtig entschieden hat, mich zu verpflichten.“

Der vielseitig einsetzbare, 1,96 Meter große Guard und Forward kennt Alba und die O2 World ganz gut, da er in den vergangenen beiden Jahren bei den Tigers in Tübingen spielte. „Den nächsten Schritt“ wolle er nun machen, sagt Redding. Dabei ist er sich darüber im klaren, dass „es anders sein wird als in Tübingen“. Er meint damit weniger den Unterschied zwischen der beschaulichen Unistadt am Neckar und der pulsierenden Metropole, in der jetzt sein neuer Arbeitsplatz liegt. „Ich habe in Tübingen sehr lange gespielt, das wird in Berlin sicher weniger werden.“ In Tübingen war er der Dreh- und Angelpunkt des Teams (im Schnitt stand er 34:42 Minuten auf dem Feld), bei Alba „sind sehr viele gute Spieler, die alle spielen wollen“.

Mit Akeem Vargas, auch einem der Neuen bei Alba, hat Redding in der Saison 2011/2012 gemeinsam in Tübingen gespielt. Und von besagtem Vargas, der aus Göttingen nach Berlin wechselt, gibt es auch eine Verbindung zu Radosevic. Die beiden kennen sich als Kontrahenten, sowohl bei einer U18- als auch bei einer U20-EM standen sich der Deutsche und der Kroate einst gegenüber.

Der 2,08 Meter große Radosevic ist auf den großen Positionen einsetzbar. Nach zwei Jahren in Mailand, während derer er leihweise einige Monate lang für Vilnius spielte, geht es für ihn darum, „mich weiter zu verbessern“. Er sei „froh, jetzt bei einem Klub zu sein, dessen Trainer mich unbedingt gewollt hat“. Dieses Gefühl habe er in Mailand nicht gehabt.

Am Sonntagabend war bei Alba eine erste Teambesprechung, am Montag und Dienstag folgen medizinische Tests, dann beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Radosevic hat über die Sommerpause sechs Wochen lang mit der kroatischen Basketball-Legende Dino Radja geübt. Die Familie seiner Freundin ist gut mit den Radjas bekannt. So kam die Verbindung zustande. Alba kann’s nur nützen.