DFB-Team

Löw beginnt die WM-Saison mit einem Crashkurs

Der Bundestrainer bittet zum WM-Crashkurs: Im Schnellverfahren muss Joachim Löw Mesut Özil und Co. die erste Brasilien-Lektion vermitteln.

Nur 55 Stunden und eine ernsthafte Trainingseinheit bleiben dem DFB-Chefcoach bis zum Testländerspiel gegen Paraguay am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Kaiserslautern, wenn er heute seine WM-Kandidaten am Rheinufer in Mainz versammelt. In intensiven Gesprächen will Löw seine Erfahrungen vom Besuch beim Confed-Cup weitergeben. Allen Nationalspielern soll gleich zum Saisonauftakt klar sein, was in zehn Monaten am Zuckerhut bei der körperlich wohl anspruchsvollsten WM auf sie zukommt.

„Wir dürfen nicht glauben, dass wir unsere eigenen Ideen in Brasilien einbringen wollen. Wir müssen uns an die Bedingungen anpassen. Wir müssen die Mannschaft auf das vorbereiten, was sie dort erwartet“, sagte Löw. Von großer Hitze und extremen Reisestrapazen wird Löw Kapitän Philipp Lahm und dessen Kollegen berichten – und dem notwendigen Spagat, die eigene offensive Spielphilosophie auch bei den Verhältnissen im Land des Fußball-Rekordweltmeisters umsetzen zu können. Als die Nationalspieler schon im Urlaub waren, hatte Löw als Kurzbesucher des WM-Testlaufs entsprechende Erfahrungen gesammelt.

„Wir müssen die Automatismen schärfen und Stabilität erreichen. Wir müssen lernen, den Gegner frühzeitig zu attackieren“, sagte Löw. Auch Teammanager Oliver Bierhoff warnte im TV-Sender Sky erneut vor dem erwarteten Kraftakt im Sommer 2014: „Die Gewohnheit an das Land und die Reisen macht den Unterschied aus. Für die europäischen Mannschaften wird es ein anderes Ambiente.“