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Stuttgart fühlt sich verpfiffen

Doppelpack Ausgerechnet der Ex-Schwabe Shinji Okazaki und Jung-Nationalspieler Nicolai Müller haben den FSV Mainz 05 zu einem 3:2 (1:1)-Auftaktsieg gegen den VfB Stuttgart geschossen. Mit einem Doppelpack (14./79. Minute) krönte Müller seinen überzeugenden Auftritt. Okazaki (65.) traf am Sonntag vor 30.000 Zuschauern gleich in seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Rheinhessen – und das gegen seinen Ex-Klub. Vedad Ibisevic (16.) und Martin Harnik (82.) trafen in einer sehr turbulenten Liga-Partie für die Schwaben.

Rückschlag Nach dem mühsamen Einzug in das Play-off der Europa League musste der VfB in der Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen. Die Mainzer bleiben seit 2005 gegen den Süd-West-Rivalen daheim ohne Niederlage und konnten sich über einen geglückten Saisonstart freuen – und den ersten Bundesliga-Sieg seit März. „Die drei Punkte haben wir uns verdient, aber es war ein dickes Brett. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt, auch welche zugelassen, aber verdient gewonnen“, sagte Mainz-Trainer Thomas Tuchel dem TV-Sender Sky.

Reaktion Stuttgarts Geschäftsführer Fredi Bobic war angesäuert. „Es war ein klares Abseitstor zum 2:1“, monierte er. Bobic stellte aber auch ernüchtert fest: „Wir haben auch klare Chancen gehabt. Es kann auch 3:3 enden oder 4:4. Es ist ein bisschen unglücklich.“ Auch VfB-Trainer Bruno Labbadia war unzufrieden: „Der Schiedsrichter hat eine unglückliche Leistung geboten, das habe ich ihm ganz sachlich gesagt. Aber der entscheidende Punkt war, dass wir beim Stande von 1:1 zwei hundertprozentige Chancen nicht gemacht haben.“