Bundesliga

Hoffenheim wird gegen Nürnberg um den Sieg betrogen

Das rasante 2:2 zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Nürnberg spielte nach dem Abpfiff keine Rolle mehr, stattdessen wurde von allen Beteiligten einmal mehr die Einführung technischer Hilfsmittel im Fußball gefordert.

Der fatale Fehler von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und seinem Assistenten Detlef Scheppe, die ein klares Hoffenheimer Tor durch Kevin Volland nicht anerkannt hatten, befeuerten die Diskussionen um den Chip im Ball. „Wenn der kommt, würde das zur Fairness beitragen“, sagte TSG-Trainer Markus Gisdol.

Selbst die Nürnberger, die von der Fehlentscheidung kurz vor der Halbzeit entscheidend profitierten, sprachen sich klar für eine schnelle Einführung der Technik aus. „Wenn man technische Hilfsmittel eingeführt hätte, hätte man dem Schiedsrichter helfen können. Es geht ja nicht darum, ihn als Deppen oder schlechten Menschen dastehen zu lassen. Er hat nach seinem besten Wissen und Gewissen entschieden“, erklärte Club-Torwart Raphael Schäfer.

Kinhöfer tat der Fauxpas leid. „Es ist sehr ärgerlich, dass mir das passiert ist. Aber solange die Technik nicht eingeführt wird und Menschen urteilen, passieren Fehler“, entschuldigte sich der Referee. „Mein erster Gedanke im Spiel war, dass der Ball nicht hinter der Torlinie war“, schilderte er die Szene.