Beachvolleyball

Erdmann/Matysik scheitern wieder an den Weltmeistern

Jonathan Erdmann bemühte sich, seinen Frust nicht allzu sehr herauszulassen.

„Du kannst halt nichts machen, wenn du so ein Los bekommst“, ärgerte sich der Beachvolleyball-Profi nach dem Aus im Achtelfinale des Grand Slam in der Berliner Waldbühne, „trotzdem haben wir ein super Turnier gehabt, drei sehr gute Gruppenspiele gemacht.“ Er meinte damit sich und seinen Partner Kay Matysik; die Deutschen Meister waren quasi durch die Vorrunde gerauscht, hatten dort keinen Satz abgegeben. Doch im Achtelfinale wurde es für die WM-Dritten sehr schwer, denn dort warteten die Weltmeister Robert Meeuwsen und Alexander Brouwer. Und die Niederländer waren beim 21:15, 19:21, 15:9 eben noch etwas stärker als die Deutschen.

Nicht zum ersten Mal. Denn auch bei der WM in Polen, wo die beiden Berliner mit Rang drei ihren bisher größten Erfolg feierten, waren sie im Halbfinale unterlegen, damals glatt in zwei Durchgängen. Bei der Europameisterschaft in Klagenfurt gelang die Revanche in drei hart umkämpften Sätzen. Diesmal waren wieder Meeuwsen/Brouwer an der Reihe. Vor allem die Aufschläge des 2,07 Meter langen Meeuwsen, sehr platziert, oft flatternd, stellten die Lokalmatadoren häufig vor große Probleme. „Das war wie bei der WM, der Aufschlag hat den Unterschied gemacht“, sagte Erdmann. Und weil er im zweiten Satz immer stärker wurde, spielten die Niederländer im dritten Durchgang fast ausschließlich auf Matysik, der kaum einmal punktete. So wurde der entscheidende Satz eine einseitige Angelegenheit.

Dafür schafften die Hamburger Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif mit einem 2:1 (27-25, 19-21, 15-11) über die US-Kombination Jacob Gibb/CaseyPatterson überraschend den Sprung ins Viertelfinale. Dort war aber auch für sie nach einem 0:2 (19:21, 18:21) gegen die Italiener Andrea Tomatis/Alex Ranghieri Endstation. Hoffnungen machen die deutschen Frauen. Neben den nationalen Meisterinnen Katrin Holtwick und Ilka Semmler aus Berlin, die noch ungeschlagen sind, buchten auch die EM-Dritten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (Hamburg), die jungen Berlinerinnen Victoria Bieneck und Julia Großner sowie das Stuttgarter Duo Karla Borger und Julia Sude die Achtelfinal-Tickets. Heute wird das Turnier ab 10 Uhr fortgesetzt.