Saisonende

Deutsche Schwimmer wollen beim Weltcup WM-Frust abbauen

Von Barcelona über Eindhoven nach Berlin – und das alles in fünf Tagen.

Nach der großen WM-Enttäuschung kam auf die deutschen Schwimmer auch noch Reisestress zu. „Ich brauche die Meilen. Ich will endlich so einen Vielfliegerstatus haben, damit ich auch mal in der Business Class sitzen kann“, sagte Dorothea Brandt. Die Essenerin kann sich als WM-Achte Scherze erlauben, andere DSV-Schwimmer nehmen den Kurzbahn-Weltcup am Wochenende in Berlin nicht so locker. Für sie gilt es, sich einigermaßen anständig aus der Saison zu verabschieden.

Ein positiver Abschluss in Berlin wäre psychologisch wichtig, schließlich findet an selber Stelle in einem Jahr die EM statt. „Es gilt der Spruch: Nach der WM ist vor der EM“, sagte daher der neue Bundestrainer Henning Lambertz, der sich aber erst nach dem Weltcup an die Aufräumarbeiten im deutschen Schwimmsport machen will: „Jetzt bringen wir die Saison gut zu Ende, und dann wird es zum Neuaufbau kommen.“

Dieser dürfte für einige Sportler und Heimtrainer schmerzhaft werden. Lambertz hatte schon während der WM ein „härteres und intensiveres Training“ sowie „deutlich mehr Vorgaben“ an die Heimtrainer angekündigt. „Wir dürfen nicht so weitermachen wie bisher“, sagte der 42-Jährige, der sein neues Konzept ab September umsetzen will.