Geldstrafe

Hertha muss nach Fan-Krawallen 55.000 Euro zahlen

Trainer Luhukay schwört sein Team auf Frankfurt ein

Kurz vor dem ersten Auftritt nach der Rückkehr in die Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt holt Hertha BSC die eigene Zweitligavergangenheit noch einmal ein. Am Freitag gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt, dass das DFB-Sportgericht den Berliner Bundesligaaufsteiger zu einer Geldstrafe von 55.000 Euro verurteilt hat. Grund sind die Vorkommnisse beim Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden am 24. Spieltag der vergangenen Saison: Bei der Partie am 2. März wurden im Block der Hertha-Anhänger Rauchbomben gezündet. Kurz vor der Halbzeitpause musste das Spiel für eine Minute unterbrochen werden, nachdem bei einem Eckball sowohl ein Dresdner Spieler als auch der Schiedsrichter-Assistent mit Feuerzeugen, Papier- und Kassenrollen und einer Klebebandrolle beworfen worden waren.

Weil Hertha als Wiederholungstäter gilt – schon bei den Partien in Cottbus, Paderborn und Aue kam es zu Verstößen der eigenen Fans, wofür die Berliner bereits 17.000 Euro zahlen mussten – hatte der DFB eigentlich ein noch höheres Strafmaß festgelegt. Dieses konnte aber gedrückt werden. Hertha hat das Urteil akzeptiert. „Wir akzeptieren das Urteil, um das Verfahren damit abzuschließen und unvoreingenommen in die neue Saison zu gehen“, sagte Herthas Manager Michael Preetz auf Nachfrage der Morgenpost.

Ronny zurück im Kader

Sportlich dagegen gibt es für die Blau-Weißen derzeit wenig Grund zur Sorge. Nachdem der Brasilianer Ronny das DFB-Pokalspiel gegen Neumünster am Sonntag wegen einer Fußprellung noch verpasst hatte, ist der Topscorer der vergangenen Spielzeit (18 Tore/14 Vorlagen) wieder einsatzbereit. Cheftrainer Jos Luhukay nominierte den 27-Jährigen für den 18er-Kader gegen Frankfurt. Dass Ronny aber in der Startelf stehen wird, ist unwahrscheinlich. Gegen den Europa-League-Teilnehmer erwartet Luhukay eine intensive Partie: „Frankfurt ist eine sehr spielstarke Mannschaft. Wir müssen sehr viel Aufwand betreiben und vielleicht über unsere Grenzen hinaus gehen“, sagte der Niederländer.