Doping

DLV-Chef Prokop wirbt um Vertrauen in deutsche Athleten

Einen Tag vor Beginn der Leichtathletik-WM und inmitten von Doping-Diskussionen hat der deutsche Verbandspräsident Clemens Prokop um Vertrauen für seine Sportler geworben.

„Die deutschen Athleten sind diejenigen, die international am intensivsten kontrolliert werden. Das bedeutet ein Höchstmaß an Glaubwürdigkeit für die deutschen Athleten“, sagte der Jurist in Moskau und verwies auf die „verbesserte Qualität und Quantität der Kontrollen“. Das 66-köpfige Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes setzt am Auftaktwochenende im Luschniki-Stadion vor allem auf seine Zehnkämpfer um Europameister Pascal Behrenbruch.

Prokop betonte, dass die DLV-Athleten 2012 alleine 1461 Trainingskontrollen durch die Nada hatten. Dazu kamen knapp 100 Trainingskontrollen durch den Weltverband IAAF für Top-Sportler – und die ganzen Tests bei Wettkämpfen. „Wir haben damit auch eine Ausnahmestellung im deutschen Sport“, erklärte der 56-jährige Prokop. Nach den Enthüllungen der vergangenen Wochen ist ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland seiner Meinung nach nicht mehr aufzuhalten: „Bei der Stimmung in der Bevölkerung und unter den Athleten bin ich mir sicher, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist.“ Er rechne fest damit, dass es noch in der kommenden Legislaturperiode kommen werde.