Beachvolleyball

Bronze für Ludwig/Walkenhorst, EM-Aus für die deutschen Männer

Grenzenloser Frust und überschäumender Jubel lagen bei den deutschen Beach-Girls in Klagenfurt nur wenige Meter auseinander.

Die EM-Dritten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst umarmten sich nach der Hitzeschlacht lange und innig. Katrin Holtwick und Ilka Semmler flüchteten als Verliererinnen des kleinen Finals bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft schnell aus der brennenden Sonne. „Solch ein Spiel will man auf keinen Fall verlieren. Ein Turnier am letzten Tag mit zwei Niederlagen zu beenden, schlimmer geht es nicht“, kommentierte Semmler die verpasste Medaille.

Die deutschen Männer blieben komplett ohne Edelmetall. Jonas Erdmann/Kay Matysik, Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst sowie Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif scheiterten im Viertelfinal – die Erwartungen waren jedoch weit höher.

Für Ludwig, 2008 und 2010 mit Sara Goller Europameisterin, war das 2:0 (21:17, 21:18) im Duell um Platz drei gegen Holtwick/Ilka Semmler auch ein Prestige-Erfolg. „Die Freude bei uns ist riesengroß, das hat man nach dem Matchball ja deutlich gesehen“, sagte die 27 Jahre alte Olympia-Fünfte von London 2012. Bei der WM vor einem Monat in Polen war das neu zusammengestellte Team Ludwig/Walkenhorst mit Rang fünf noch knapp an den Medaillenrängen vorbeigeschrammt. In Klagenfurt klappte es – 10.000 Euro gab es dazu.

„Nach dem Halbfinale haben wir uns superdoll geärgert, weil wir so viel falsch gemacht haben. Nun wollten wir es besser hinkriegen, das ist uns gelungen“, berichtete Ludwig. Beim 0:2 gegen die österreichischen Schwaiger-Schwestern, die später das Endspiel gegen Spanien mit 2:1 gewannen, waren die beiden klar unter ihren Möglichkeiten geblieben. Für Walkenhorst (22) war es die erste Medaille im Erwachsenenbereich.

Als letztes deutsches Männerteam schieden Flüggen/Walkenhorst (Berlin/Kiel) mit einem klaren 0:2 gegen Herrera/Gavira (Spanien) aus. Die deutschen Meister Erdmann/Matysik aus Berlin scheiterten mit 0:2 (17:21, 14:21) an den Italienern Nicolai/Lupo, nachdem sie sich zuvor noch gegen die niederländischen Weltmeister Brouwer/Meeuwsen durchgesetzt hatten. Dollinger/Windscheif verloren ihr Viertelfinale gegen die Polen Fijalek/Prudel mit 1:2.