Erfolgreich

Auch Barcelona ist keine Hürde für Bayern München

Lahm und Mandzukic treffen beim souveränen 2:0-Sieg

Dem FC Bayern München scheint es in der Vorbereitung auf die 51. Bundesligasaison völlig egal zu sein, wer der Gegner ist: Am Ende verlässt der deutsche Rekordmeister als Gewinner das Feld. Das jüngste Ausrufezeichen setzte der Triple-Sieger am Mittwochabend: Mit einem souveränen Erfolg gegen den FC Barcelona lieferten die Münchener einen weiteren Beleg ihrer starken Frühform ab. Gut zwei Wochen vor dem Punktspiel-Start in der Bundesliga bezwang die Mannschaft von Pep Guardiola dessen früheren Verein vor 71.000 Zuschauern mit 2:0 (1:0).

Die Tore des Abends gegen die mit Superstar Lionel Messi, aber ohne Zugang Neymar angetretenen Katalanen erzielten Kapitän Philipp Lahm (14. Minute) per Kopf und Mario Mandzukic (87.) aus kurzer Entfernung. Am Sonnabend steht für Guardiolas Bayern, deren einziges Manko die mangelnde Chancenverwertung war, im Supercup gegen Borussia Dortmund das erste Pflichtspiel an.

„Das war ein spezielles Spiel für mich. Ich war mein ganzes Leben Spieler und Trainer in Barcelona. Ich bin zufrieden, habe im Moment nichts zu beklagen. Mein Fußball ist einfach zu verstehen. Bayern hat mir eine sehr gute Mannschaft gegeben“, sagte Guardiola. Franck Ribery ergänzte: „Barcelona war nicht komplett, aber der Sieg ist wichtig für das Selbstvertrauen, für den Rhythmus.“

Hoeneß voller Optimismus

4:0 und 3:0 hatten die Münchner die Katalanen vor drei Monaten im Halbfinale der Champions League gedemütigt, beim Benefiz-Kick war der FC Bayern gnädiger. Guardiola hatte beim Wiedersehen mit seinem alten Verein, der in den vergangenen Tagen durch die Krebserkrankung seines Trainers Tito Vilanova heftig erschüttert worden war, erneut seinen Wunschspieler Thiago Alcántara von Beginn an aufgeboten. Der Spanier agierte im Wechselspiel mit Lahm und Toni Kroos vor der Viererkette.

Präsident Uli Hoeneß hatte das Spiel vom Vorstand der FC Bayern AG zu seinem 60. Geburtstag am 5. Januar 2012 geschenkt bekommen. Die gesamten Einnahmen spendete er. So gingen 2,5 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen und Stiftungen. Zu seiner Steueraffäre sagte Hoeneß vor dem Spiel im Gespräch mit dem ZDF: „Ich bin relativ zuversichtlich, dass es ein relativ gutes Ende nehmen wird.“