Basketball

Alba verpflichtet zwei Top-Spieler für die neue Saison

Stojanovski und Logan haben viel internationale Erfahrung

Die Personalplanung der Macher von Alba Berlin nach dem erneuten Aus im Viertelfinale warf einige Fragen auf. Zuerst wurde sichtbar, dass mit den Verpflichtungen von Ismet Akpinar, Alex King, Bar Timor, Akeem Vargas und Jonas Wohlfarth-Bottermann vorrangig in deutsche Spieler investiert wird. Dann kam noch Anfang dieser Woche vielerorts der Aufschrei, weil als Letzte auch die Publikumslieblinge und Leistungsträger Yassin Idbihi und Heiko Schaffartzik die Berliner verließen.

Jetzt, nachdem die Lager sozusagen geräumt sind, beginnt die dritte, die Alles-neu-Phase – und zwar mit einem Doppelpack: Gestern wurden die Verpflichtungen des US-Amerikaners David Logan (30) und des Mazedoniers Vojdan Stojanovski (25) bekannt gegeben.

Mit beiden verfolgt Alba-Geschäftsführer Marco Baldi den Plan, den vielversprechenden deutschen Nachwuchsspielern und auch Reggie Redding (26), der aus Tübingen zu Alba kommen wird, „schlagkräftige Internationale mit internationaler Erfahrung“ an die Seite zu stellen. Zumindest vom Papier her entsprechen die beiden Neuen diesem Anforderungsprofil. Spielmacher Logan, 1,85 Meter groß, kommt von einer der ersten europäischen Adressen, nämlich Maccabi Tel Aviv, vorerst für ein Jahr nach Berlin. Er spielte für die Israelis, aber auch für Caja Laboral Vitoria (Spanien) und Asseco Prokom (Polen) und Panathinaikos Athen in der Europaliga, schaffte es mit den Griechen sogar bis in das Final Four. Logan gewann den spanischen Pokal und war zweimal polnischer Meister.

„Er hat bei europäischen Top-Teams unter einigen der besten Trainer gespielt“, sagt Sasa Obradovic. „David ist im besten Basketballalter, offensiv äußerst schwer zu stoppen und ein sehr ambitionierter Spieler.“

Während Albas Coach sich bei der Wahl Logans auch auf Expertisen Dritter verlassen musste, weiß er bei Shooting Guard Stojanovski (1,94 Meter) genau, wer da kommt. Der mazedonische Nationalspieler wurde unter Obradovic 2012 mit Donezk ukrainischer Meister und war ein Schlüsselspieler bei der EM 2011, als Mazedonien sensationell Vierter wurde. Ein harter Arbeiter sei Stojanovski, erklärt sein Cheftrainer, „ein vielseitiger Spieler mit einem sehr guten Wurf, der Verantwortung übernimmt, wenn es darauf ankommt.“

Hört sich gut an. Und übrigens: Obradovics letzter Ukraine-Import hieß Zach Morley und war ein voller Erfolg.