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Wettkampf in einer Kloake

Kritik Einen Tag vor dem Start der Schwimm-WM wird die Wasserqualität im Hafen von Barcelona mit Skepsis betrachtet. Proben sollen in Ordnung gewesen sein, es habe demnach keine Bakterien gegeben, sagte Bundestrainer Stefan Lurz, ergänzte aber: „Beruhigt bin ich erst, wenn da keine Tampons, Binden und Kondome rumschwimmen.“ Am Donnerstag hatten die deutschen Schwimmer den Kurs nach einem Gewitter inspiziert. „Es war aufgrund des Regens schon eine kleine Kloake“, berichtete Weltmeister Thomas Lurz.

31 Grad ist die neue Obergrenze der Wassertemperatur für Wettbewerbe auf offenem Wasser. Das hat der Weltverband Fina fast drei Jahre nach dem Tod des Amerikaners Francis Crippen beschlossen. Die Entscheidung stütze sich auf eine Studie der Universität von Otago (Neuseeland), heißt es seitens der Fina.

Die Diskussion war aufgekommen, nachdem Crippen während eines 10-km-Rennens 2010 in Fudschaira (Vereinigte Arabische Emirate) bei über 30 Grad Wassertemperatur gestorben und erst zwei Stunden nach Ende des Rennens leblos im Wasser gefunden worden war.