Kritik am FIH

Aktive ärgern sich über neue Regel beim Hallenhockey

Der Weltverband FIH hat die Anzahl der Spieler im Hallenhockey von sechs auf fünf Akteure reduziert und damit für jede Menge Unmut im deutschen Lager gesorgt.

„Wir sind nicht besonders glücklich mit dieser Entscheidung der FIH“, betonte Stephan Abel, Präsident des Deutschen Hockey-Bundes. „Da wir qua Statuten dem Reglement des Weltverbandes unterworfen sind, werden wir darauf reagieren müssen“, so Abel, der auch Vorsitzender der FIH-Taskforce „Indoor Hockey and Hockey 5s“ ist.

„Diese Regeländerung war überhaupt nicht nötig. Hallenhockey ist auch so attraktiv“, kritisierte Nationaltorhüter Nicolas Jacobi. Der Hamburger wurde 2011 Hallen-Weltmeister und im Vorjahr Europameister. „Diese permanenten Neuerungen schaden unserem Sport, denn irgendwann versteht es kein Laie mehr“, schimpfte der 26-Jährige auf den Weltverband. Ebenso sieht es Marc Herbert, der die DHB-Damen 2012 als Bundestrainer zum Titel bei der Heim-EM in Leipzig geführt hatte. „Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, warum die FIH immer versucht, unseren Sport neu zu erfinden“, sagte er. Der aktuelle Juniorinnen-Bundestrainer kritisierte auch, die Regel ohne vorherigen Testlauf einzuführen. „Ich weiß nicht, welche Ziele da verfolgt werden. Das nervt mich, denn mit solchen Sachen kann man den Sport auch kaputt machen“, echauffierte sich Herbert.