Neue Aufgabe

Fan-Liebling Romero ist neuer Kapitän der Handball-Füchse

Wenn sich Handball-Profi Iker Romero an seinen ehemaligen Kollegen Torsten Laen erinnert, ist er voll des Lobes.

„Totti war ein unglaublich guter Kapitän“, sagt Romero über den Dänen, der vier Jahre lang als Mannschaftskapitän beim Bundesligisten fungierte. Nach der vergangenen Saison war für Laen Schluss bei den Füchsen – er ging zurück in seine Heimat. Die Füchse suchten nun einen neuen Kapitän – und haben sich für Romero entschieden, den der Hallensprecher in der Schmeling-Halle immer gern als „unsere spanische Sonne“ bezeichnet.

„Es ist eine große Ehre für mich, Kapitän eines so tollen Klubs zu sein“, sagt der 33-Jährige, der seit 2011 bei den Füchsen spielt. Der Spanier hat Erfahrung mit dem Amt, einst war er einige Jahre lang Kapitän der spanischen Nationalmannschaft, für die er 199 Länderspiele bestritt. Der größte Erfolg war der Weltmeistertitel 2005. Im Vereinshandball gewann er unter anderen zweimal (2005 und 2011) mit dem FC Barcelona die Champions League.

Es gehe nicht darum, so Romero, „dass einer alles alleine macht und den Boss spielt. Wir wollen gemeinsam weiterkommen“. Als Kapitän möchte er dem Team helfen und „ich brauche dazu auch die Hilfe der erfahrenen Spieler.“ Er kündigt an, „viel mit den Leuten sprechen“ zu wollen und auch Schnittstelle der Mannschaft zu Trainer Dagur Sigurdsson und Geschäftsführer Bob Hanning zu sein. Und, man ahnt es schon: „Ein bisschen Spaß gehört auch dazu…“

Die Entscheidung fällte die sportliche Leitung während des Trainingslagers im Euroville in Naumburg, das die Füchse dort bis einschließlich Donnerstag bezogen haben. „Wir hatten viele Spieler zur Auswahl, die schon lange dabei und starke Charaktere sind“, sagt Sigurdsson. „Bei der Suche nach der richtigen Lösung sind wir immer wieder bei Iker gelandet.“ In seiner Berliner Zeit sei er immer ans Limit gegangen und habe sich vorbildlich verhalten. „Zudem genießt er in der gesamten Handballwelt großen Respekt und höchste Anerkennung.“

Auch Bob Hanning findet für den „Mann für die besonderen Momente“ nur lobende Worte: „Iker hat alles gewonnen, ist charakterlich absolut integer und in der Mannschaft hoch akzeptiert. Damit ist er ein würdiger Nachfolger für Torsten Laen in unserem Jahr des Umbruchs.“ Neben Laen haben fünf weitere gestandene Profis die Füchse nach der Spielzeit 2012/2013 verlassen. Drei Schweden, ein Tscheche sowie zwei Nachwuchsspieler haben deren Platz eingenommen. Das Team muss sich erst einmal finden.

Daher ist in dieser Phase auch besonders der Kapitän gefragt. Innerhalb des Teams wird die Entscheidung pro Romero begrüßt. „Ich denke, es kann in der Mannschaft keinen Besseren für dieses Amt geben“, sagt Torhüter Silvio Heinevetter. Für den Nationaltorwart hat ein ganz besonderes Kriterium Priorität: „Am liebsten sind mir Kapitäne, die das wegen der Sache und nicht wegen des Amtes machen. Das ist bei Iker der Fall.“