Transfer

Bayerns Gomez wird erlöst, er darf nach Florenz fliehen

Schon zwei Tage vor dem 28. Geburtstag hat Mario Gomez sein am meisten gewünschtes Geschenk erhalten.

Der Nationalstürmer muss nicht länger im Trainingslager des FC Bayern München am Gardasee Frust schieben, sondern darf für eine Millionen-Ablöse zum AC Florenz wechseln.

„Es war der Wunsch von Mario Gomez, vom FC Bayern in Richtung Florenz zu wechseln. Wir haben jetzt eine für alle Parteien faire Basis dieses Wechsels gefunden“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge.

Der Bayern-Chef hatte sich in einem Telefonat mit Andrea Della Valle, dem Präsidenten des italienischen Erstligisten, grundsätzlich über den Transfer verständigt. Das Schriftliche soll in den nächsten Tagen folgen. Die Ablösesumme für Gomez, für den der FCB 2009 rund 30 Millionen Euro an den VfB Stuttgart überwies, könnte je nach dessen Erfolgen in Florenz um die 20 Millionen Euro betragen.

Der Vertrag des 58-maligen Nationalspielers in München lief ursprünglich noch bis zum 30. Juni 2016. Der Torjäger hatte jedoch in der vergangenen Saison seinen Status als Stürmer Nummer 1 an Mario Mandzukic verloren, will aber in der bevorstehenden WM-Saison Stammspieler sein. 2014 soll zudem der Dortmunder Robert Lewandoswki als neuer Topstürmer zum FC Bayern kommen.

Gomez hat in vier Jahren in 172 Pflichtspielen 112 Tore für den Rekordmeister erzielt. „Wir haben mit Mario in den vergangenen vier Jahren eine gemeinsame erfolgreiche Zeit erlebt. Als Höhepunkt steht hier ohne Frage das Triple in der gerade abgelaufenen Saison“, äußerte Rummenigge: „Ich darf Mario für seine Leistungen im Namen des gesamten FC Bayern sehr herzlich danken und wünsche ihm für seine Zukunft in Florenz viel Erfolg und alles Gute.“ Gomez wurde mit dem FC Bayern jeweils zweimal deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. Höhepunkt war der Champions-League-Triumph, bei dem der Torjäger aber nur kurz zum Einsatz kam.

Gomez soll in Florenz beim letztjährigen Tabellenvierten der Serie A einen Vierjahresvertrag erhalten. Der neue Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte ihn in den bislang drei Testspielen der Münchner in der Saisonvorbereitung nicht eingesetzt.