Pferdesport

Zwei Siege für deutsche Reiter beim CHIO in Aachen

Isabell Werth strahlte im Aachener Dauerregen übers ganze Gesicht.

Nach dem Missgeschick im Grand Prix hatte die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin die interne Hackordnung im deutschen Team wieder zurecht gerückt. Mit ihrer guten Vorstellung im Grand Prix Special auf Don Johnson unterstrich die 44 Jaher alte Rheinbergerin im Kampf um die Tickets für die EM ihren Anspruch auf den Platz hinter der alles überragenden Helen Langehanenberg, die beim CHIO den Grand Prix Special mit Damon Hill dominiert hatte. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Werth. „Das war unser bester Special. Wir haben uns im Vergleich zur deutschen Meisterschaft nochmals gesteigert.“ Die sechsmalige Weltmeisterin war im Grand Prix nur Siebte geworden. „Nach dem Patzer am Donnerstag tut dieses Ergebnis besonders gut“, meinte Werth, die hinter der Dänin Anna Kasprzak mit Donnperignon Dritte geworden war.

Auch die deutschen Vielseitigkeitsreiter hatten Grund zum Jubeln. Die Equipe sicherte sich im Nationenpreis zum sechsten Mal seit 2007 den Sieg. Zweiter wurde Großbritannien, Dritter Schweden. In der Einzelwertung landeten sieben Deutsche unter den ersten Zehn, nur der Sieg ging nach Australien. Christopher Burton wiederholte seinen Vorjahres-Triumph und strich die Siegprämie von 31.000 Euro ein. Zweite wurde die Olympia-Dritte Sandra Auffarth (Ganderkesee), die mit dem Wallach Opgun Louvo nur eine Sekunde hinter Burton ins Ziel kam. Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb) musste um seinen dritten Platz mit Sam am Grünen Tisch kämpfen. Angeblich hatte er ein Hindernis nicht korrekt bewältigt. Jung legte Protest ein und hatte Erfolg.