Radsport

IOC beschäftigt sich erneut mit Jan Ullrich

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird den Fall Jan Ullrich nach dessen Doping-Geständnis womöglich noch einmal aufrollen.

„Wir werden alles noch einmal sorgfältig und akribisch prüfen“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach mit Blick auf Ullrichs Gold- und Silbermedaille bei den Spielen 2000 in Sydney. Die Erfolgsaussichten sind aber wohl eher gering. Dem ersten Anschein nach sei Ullrichs „sogenanntes Geständnis nämlich nichts anderes als die Bestätigung von Fakten, die bereits in Sportgerichtsurteilen und in staatsanwaltlichen Verfahren festgehalten wurden“, ergänzte Bach. Ullrich hatte im Nachrichtenmagazin Focus erstmals Blutdoping beim spanischen Skandalarzt Eufemiano Fuentes zugegeben. Der 39-Jährige hatte in der Vergangenheit ein Geständnis abgelehnt und lediglich Verbindungen zu Fuentes eingeräumt, nachdem er vom Internationalen Sportgerichtshof Cas für zwei Jahre gesperrt worden war. Antworten zu möglichen Dopingvergehen in seiner Telekom-Zeit (1995 bis 2002), in die auch die Spiele in Sydney fallen, blieb er schuldig.