Kommentar

Ist Bayern bereit für diesen Mann?

Lars Gartenschläger über Gefahren durch die Münchner Bosse

Eines scheint nach der Vorstellung von Pep Guardiola klar: Er ist bereit für die Aufgabe in München. Aber sind die Bayern auch für ihn bereit, für ihn, den vermeintlich besten Trainer der Welt?

Bei der Präsentation haben die Münchner Bosse keinen Hehl daraus gemacht, wie sehr sie sich auf die Zusammenarbeit mit und das Wirken von Pep Guardiola freuen. Doch die Bayern haben schon einige Persönlichkeiten nach München locken können. Mal ging es gut, mal aber auch nicht. Und wenn Letzteres der Fall gewesen ist, lag das nicht immer nur an den Gescheiterten.

Nein, auch die Bayern hatten ihren Anteil daran. So gut sie in der Führungsetage mit Hoeneß, Rummenigge und Sammer auch aufgestellt sind, ist es für jeden Neuen gleichzeitig nicht leicht, unter ihnen zu arbeiten.

Für die Zukunft ist es wichtig, dass sich die Bayern auf Guardiola einlassen. Auf seine Ideen, seine Wünsche und Vorstellungen. Auf seine Art des Umgangs, auf seinen Arbeitsstil. Die Bayern müssen es über sich ergehen lassen, sollte ihr neuer Trainer etwas negieren, was in der Vergangenheit ihrer Auffassung nach gut war. In München sind Spieler oder Trainer nicht nur an sich selbst gescheitert, sondern auch an großen Persönlichkeiten im Umfeld. An starken Charakteren, die gern propagieren, sich Neuem nicht zu verschließen, dann aber doch nervös werden, wenn ihnen ein neuer Wind um die Nase weht. Ob Guardiola es in München schafft, liegt auch an ihnen.