Spielmanipulation

Golfprofi Siem wird bei US Open heimlich der Schläger verbogen

Nach seinem holprigen Start in die 113. US Open in Ardmore/Pennsylvania begab sich Golfprofi Marcel Siem auf Tätersuche.

Der 32-Jährige hatte gerade seine wegen Gewitters für dreieinhalb Stunden unterbrochene Auftaktrunde mit einer 73 und drei über Par beendet, da berichtete er, dass sein Putter manipuliert worden sei. „Irgendjemand oder irgendwas hat meinen Putter während der Unterbrechung verbogen“, sagte Siem, „wir können uns nicht erklären, wie das passieren konnte.“

„Er hat es sofort gemerkt, aber während der Runde konnte er nichts mehr machen“, sagte sein Vater Hans Siem, „durch die Veränderung waren Tempo und Lauf des Balles anders.“ Siems Golftasche stand während der Pause im Umkleideraum der Spieler.

Ordnungsgemäß erstattete Siem nach der Runde wegen der Veränderung an seiner Ausrüstung bei der Turnierleitung Selbstanzeige. „Da es jemand anderes verändert hat, war es okay, dass ich die Runde zu Ende gespielt habe“, erklärte Siem, dem ansonsten sogar eine Disqualifikation gedroht hätte.

Mit drei Schlägen über Par landete Siem auf dem geteilten 78. Platz. Die Führung eroberte am ersten Tag Phil Mickelson (USA) mit 67 Schläge, es folgten Luke Donald (England) und Mathew Goggin (Australien/beide 68). Der Weltranglistenerste Tiger Woods (USA) endete nur auf Rang 51. Martin Kaymer, der früh auf die zweite Runde ging, verpasste den Cut.