Leichtathletik

Hartings Siegesserie reißt in Hengelo nach 1024 Tagen

Robert Harting nahm es scheinbar gelassen. „Hi Leute, es ist vorbei.

Heute nur Platz zwei mit 69,91 m“, schrieb der Olympiasieger auf Facebook. Nach 35 Siegen in Folge und 1024 Tagen ohne Niederlage ist seine traumhafte Serie gerissen. Der Diskus-Hüne aus Berlin musste sich beim Sportfest in der niederländischen Stadt Hengelo trotz Saisonbestleistung seinem überragenden Dauerrivalen Piotr Malachowski aus Polen geschlagen geben, dem mit 71,84 Meter der weiteste Wurf auf der Welt seit über fünf Jahren gelang.

Mit dem polnischen Landesrekord löste der Olympiazweite nicht nur Harting an der Spitze der Jahresbestenliste ab, sondern setzte sich auch auf Platz fünf unter den besten Diskuswerfern aller Zeiten: Nur Weltrekordler Jürgen Schult (74,08), Virgilijus Alekna (Litauen/73,88), der Este Gerd Kanter (73,38) sowie Juri Dumtschew aus der damaligen Sowjetunion (71,86) warfen weiter. Robert Harting liegt mit 70,66 Meter auf Platz 17 dieser „ewigen“ Bestenliste.

In Hengelo hatte sich Harting mit 69,36 Meter im ersten Versuch an die Spitze gesetzt, Malachowski konterte mit seiner späteren Siegerweite im fünften Durchgang. Harting legte sofort nach, verpasste aber auch die anvisierten 70 Meter knapp.

Damit bleibt für Harting auch der Rekord des zweimaligen Olympiasiegers Alekna unerreichbar, der es auf 37 Erfolge in Serie gebracht hatte.