Leichtathletik

Diamond League: Gatlin schlägt Bolt, deutsche Werfer siegen

US-Altstar Justin Gatlin hat Usain Bolt bei dessen Saisonpremiere in der Diamond League entzaubert.

In 9,95 Sekunden lag Jamaikas Leichtathletik-Star im 100-m-Ziel von Rom eine Hunderstelsekunde hinter dem Olympiasieger von Athen 2004. Der vier Jahre wegen Dopings gesperrte US-Amerikaner hatte zuvor schon gesagt: „Auch Bolt ist nicht unschlagbar“, dann bezwang er den Superstar im vierten Duell erstmals.

„Ich will in zwei Monaten in Moskau dreimal Weltmeister werden. Ich bin auf einem guten Weg“, hatte der 2012 über 100 m und 200 m jeweils einmal von Landsmann Yohan Blake geschlagene Bolt vor dem Rennen gesagt. Beim ersten Saisonstart war er nur in 10,09 ins Ziel gekommen war.

Im Kugelstoßen hielt Weltmeister David Storl (Chemnitz) mit bescheidenen 20,70 m die Weltelite in Schach. Mit dem Speer setzte die Olympiazweite Christina Obergföll (Offenburg) mit 66,45 m und dem Sieg über die russische Weltmeisterin Maria Abakumowa ihre Erfolgsserie fort.

„Ich hätte nie gedacht, dass diese Weite zum Sieg reichen würde“, meinte Storl, der bei hochsommerlichen Temperaturen im vierten Versuch auftrumpfte. Der Sieg war 10.000 Dollar wert. Die Stars der Saison schwächelten. Nur Fünfter wurde Reese Hoffa (USA/20,23), lediglich Zehnter Polens Olympiasieger Tomasz Majewski mit 19,68 m. Hinter Storl landeten der US-Amerikaner Cory Martin (20,54) und der kanadische Vizeweltmeister Dylan Armstrong (20,29) auf den Rängen zwei und drei.