Handball

Füchse: Nincevic denkt an Klage und wechselt nach Minsk

Handball-Profi Ivan Nincevic von den Füchsen Berlin denkt weiter über eine Klage gegen den Hamburger Torsten Jansen nach dessen brutalem Kopfstoß nach.

„Das entscheide ich diese Woche zusammen mit meiner Frau“, sagte Nincevic . Durch die Attacke seines Gegenspielers hatte der Kroate eine schwere Gehirnerschütterung und eine klaffende Fleischwunde unter dem rechten Auge sowie zwei Hämatome am Kopf erlitten. Ihm gehe es aber schon deutlich besser, sagte Nincevic. „Nur grelles Licht schmerzt noch immer beim Sehen.“

Nach dreieinhalb Jahren bei den Füchsen verlässt Nincevic im Sommer die Füchse. Im Winter hatte der Hauptstadtverein entschieden, den am Saisonende auslaufenden Vertrag des Linksaußen nicht zu verlängern. Künftig geht der Kroate bei Dynamo Minsk in Weißrussland auf Torejagd. Ob Nincevic die Qualifikationsspiele für die Champions League mit seinem neuen Team bestreiten kann, bleibt abzuwarten. Nach der Attacke von Jansen ist für Nincevic die Saison beendet. „Am Dienstag muss sich zur neurologischen Untersuchung. Ich hoffe, da wird nicht noch etwas Schlimmes gefunden“, sagte der Kroate.

Jansen war durch die Disziplinarkommission der Bundesliga (HBL) für zehn Spiele gesperrt und zu 15.000 Euro Strafe verurteilt worden. Da die Spielsperre jedoch nicht saisonübergreifend gilt, muss Jansen nur in den restlichen zwei Liga-Spielen pausieren. „Das ist eine Witz-Strafe“, sagte Nincevic.