Motorsport

Mercedes und Pirelli droht Strafe nach Reifentests

Der Reifentest auf Bitten von Hersteller Pirelli kann Mercedes zum Verhängnis werden.

Auch wenn Nico Rosberg das Sieger-Dinner im Fürstenpalast genoss, blieb ein bitterer Nachgeschmack für die gesamte Formel 1 nach dem ereignisreichen Rennwochenende in Monaco.

„Warum reden wir über irgendwelche geheimen Tests, die keine geheimen Tests waren. Ich weiß nicht, warum das immer in den Dreck gezogen wird“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Am Montag bekam er dann in der renommierten Londoner Times zu lesen: „Rosberg gewinnt, aber Mercedes wird Betrug vorgeworfen wegen eines verbotenen Reifentests in Spanien.“

Der Internationale Automobilverband Fia schloss nachträgliche Sanktionen nicht aus. Gegen wen – Pirelli oder/und Mercedes – und wie diese aussehen könnten, ist jedoch offen. „Das internationale Sportgesetz gibt uns die Möglichkeit, dass wir den Fall entweder aus eigenem Antrieb oder anhand der Sportkommissare des Großen Preises von Monaco vor das Internationale Sportgericht bringen“, teilte die Fia mit. Zuständig wäre das Internationale Tribunal der Fia.

Die Verwirrung im Fahrerlager der Formel 1 ist groß. „Da gibt’s Gespräche über eine Einigung und bla, bla, bla, aber das ist nicht gut“, meinte Weltmeister Sebastian Vettel mit Blick auf die während der Saison eigentlich verbotenen Testfahrten. „Was ist denn nun die Lösung: Testet jetzt jeder mal für drei Tage oder nur die?“ Wie es nun weitergeht, ist offen. Die Fia schloss den Fall nicht ab, teilte aber auch keine weiteren Schritte mit.