Radsport

Franzose Georges beim Giro d’Italia des Dopings überführt

Beim 96. Giro d’Italia ist der erste Radprofi positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Dem Franzosen Sylvain Georges vom Team AG2R La Mondiale wurde bei einer Urinprobe vom 10. Mai durch „ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ das Stimulans Heptaminol nachgewiesen. Die Untersuchung wurde durch das von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada akkreditierte Labor in Rom durchgeführt. Der 29-jährige Georges trat nicht zur elften Giro-Etappe nach Vajont an. Er kann die Öffnung der B-Probe beantragen.

Heptaminol, das die Blutzirkulation verbessert, steht bereits seit Langem auf der Verbotsliste und hat schon mehrfach zu Sperren gegen Sportler geführt. Bei der Tour de France 2008 war der Kasache Dmitri Fofonow positiv auf Heptaminol getestet und für drei Monate gesperrt worden, 2010 wurde Schwimmer Frederick Bousquet (Frankreich) überführt – zwei Monate Sperre. In Frankreich kann der Wirkstoff Heptaminol in Arzneien rezeptfrei erworben werden.

Georges lag mit über einer Stunde Rückstand auf den Gesamtersten Vincenzo Nibali (Italien/Astana) nur auf Gesamtrang 81. Die elfte Etappe von Travis nach Vajont gewann nach 182 Kilometern der Litauer Ramunas Navardauskas. Zuvor hatte der Erfurter Patrick Gretsch mit einer mutigen Solofahrt den zweiten deutschen Etappensieg sichern wollen. Am Schlussanstieg wurde er gestellt.