Fußball

Freiburg ist reif für Europa, der Hamburg SV nicht

SC schlägt Augsburg, HSV nur Remis gegen Wolfsburg

Der SC Freiburg hat nach dem Ende seiner Ergebnis-Krise den vielleicht entscheidenden Schritt Richtung Europa gemacht und dem abstiegsgefährdeten FC Augsburg eine Illusion geraubt. Die Breisgauer besiegten nach zuletzt drei Pflichtspiel-Niederlagen den FCA dank einer Steigerung nach dem Wechsel mit 2:0 (1:0) und zementierten den anvisierten sechsten Tabellenplatz, der die Teilnahme an der Europa League garantiert. Der Hamburger SV dagegen hat einen großen Schritt Richtung Europa verpasst. Die Hanseaten kamen gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

Für Freiburg besiegelten Cedrick Makiadi (30.) und Jonathan Schmid mit seinem neunten Saisontor (61.) den letztlich verdienten Heimsieg der Breisgauer. „So ein Spiel haben wir in dieser Saison noch nicht gewonnen. Augsburg hat viele Chancen vergeben“, sagte SC-Trainer Christian Streich. Enttäuschung herrschte dagegen beim FCA. „Freiburg hat im Gegensatz zu uns die Tore gemacht“, sagte Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Das Gästeteam von Trainer Markus Weinzierl verpasste es, Platz 16 zu verlassen. Augsburg hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger 1899 Hoffenheim. In einer abwechslungsreichen Partie konnten sich die Freiburger für die schmeichelhafte Führung nach der ersten Halbzeit bei ihrem Torhüter Baumann bedanken. Der 22-Jährige machte alleine drei Großchancen der zunächst überlegenen Augsburger mit großartigen Paraden zunichte. Vorn stand Makiadi jedoch goldrichtig und staubte zur Führung der Breisgauer ab. Nach dem Wechsel suchte Freiburg die Entscheidung. Max Kruse (53.) verzog zunächst noch knapp. Nur wenig später gelang ihm allerdings ein toller Pass auf Schmid, der mit seinem Treffer für die Vorentscheidung sorgte.

Fink kündigt Angänge an

Der Hamburger SV hat es verpasst, im Rennen um den Europa-League-Platz sechs an den Freiburgern dranzubleiben. Zwar brachte Abwehrchef Heiko Westermann die Hanseaten kurz vor der Pause nach Freistoß von Rafael van der Vaart in Führung (45.). Doch im zweiten Durchgang ließ das Team von Trainer Thorsten Fink nach und kassierte folgerichtig den Ausgleich durch Makoto Hasebe, der eine Hereingabe des eingewechselten Ivan Perisic per Kopf verwandelte (65.). Nur weil HSV-Torwart Jaroslav Drobny, der den gelbgesperrten Stammkeeper Rene Adler ersetze, mehrfach stark gegen den eingewechselten Bas Dost parierte (72./75./77.), blieb es beim Unentschieden. „Zum Glück hatten wir heute einen starken Torwart. Wir müssen mit dem 1:1 zufrieden sein“, sagte Spielmacher und Kapitän van der Vaart. Fink dagegen war unzufrieden: „Wir haben gesehen, dass wir in diesem Jahr einfach noch nicht reif sind für Europa“, sagte der Trainer. Er kündigte an, dass sich der HSV zur neuen Saison von einigen Spielern trennen werde. Wen es treffen wird, ließ er jedoch offen.