Tennis

Sabine Lisicki gelingt in Stuttgart der Sieg im Doppel

Berlinerin triumphiert an der Seite von Mona Barthel

„Sugarpowa“ heißt der Kaugummi in Form eines Tennisballs, für den Maria Scharapowa neuerdings in den USA wirbt. Mit 16,4 Millionen Dollar Sponsorengeldern im Jahr ist die blonde Russin die cleverste Geschäftsfrau auf der WTA-Tour – und eine noch bessere Tennisspielerin. Im Finale des Weltklasseturniers in Stuttgart schlug die Nummer zwei der Weltrangliste die Chinesin Na Li in 1:32 Stunden mit 6:4, 6:3. Neben 130.000 Dollar Preisgeld gewann sie einen blauen Sportwagen von der Firma aus Zuffenhausen. Schon den zweiten nach ihrem Sieg im Vorjahr.

Die Ränge der vorher mit 4400 Zuschauern voll besetzten Porsche-Arena hatten sich schon etwas gelichtet, als die beiden Fedcup-Spielerinnen Sabine Lisicki (Berlin) und Mona Barthel (Neumünster) das Doppel-Endspiel gegen Bethanie Mattek-Sands (USA) und Sania Mirza (Indien) bestritten. 3000 waren geblieben und bejubelten nach ebenfalls eineinhalb Stunden einen 6:4-, 7:5-Erfolg der beiden Deutschen.

Für die strahlende Berlinerin war der Sieg eine Genugtuung. War sie doch im Viertelfinale des Einzelturniers an der Qualifikantin Bethanie Mattek-Sands gescheitert (4:6, 2:6), die ihr nun im Doppel gegenüber stand. Bundestrainerin Barbara Rittner über die Formschwankungen von Sabine Lisicki: „Sie war im vergangenen Jahr oft krank. Die Konstanz zu finden ist dann schwer. Außerdem hat sie einen neuen Trainer, auch das muss sich erst einpendeln.“ Die Nummer 47 der Welt hatte sich kürzlich nach nur drei Monaten wieder von Ricardo Sanchez getrennt: „Es hat einfach nicht gepasst.“ In Stuttgart wurde sie von Robert Orlik betreut. Der Cheftrainer und Leiter der Tennisakademie Köln/Kerpen hat auch Mona Barthel unter seinen Fittichen.