Party

Hertha-Spieler feiern gemeinsam mit den Eisbären

Der Abend begann mit einer frechen Geste.

– Herthas Torwart Thomas Kraft lugte aus der Tür des griechischen Restaurants in Schlachtensee, wohin die Berliner am Sonntag alle Spieler, Trainerteam und Präsidium samt Begleitung eingeladen hatte, um die vorzeitige Rückkehr in die Bundesliga bei einem gemeinsamen Essen und einen paar Gläsern Weißwein zu feiern. Kraft schaute sich um, erblickte Werner Gegenbauer und steckte Herthas Präsidenten eine Zigarre in die Manteltasche. Beide grinsten spitzbübisch und nickten sich zu. Der wichtigste Mann im Verein, ein Zigarrenliebhaber, und einer der Spieler, der ihm das geliebte Objekt verschaffte. Ein schönes Bild für die Botschaft des Tages: „Auftrag erfüllt, Chef.“

Die ganz große Sause aber sollte erst später folgen. In Schlachtensee „war es eher ein gemütliches Beisammensein mit unseren Frauen“, sagte Kapitän Peter Niemeyer am Tag danach. Um 0.30 Uhr verließ Niemeyer, der noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet, das Restaurant. Eine Bankettrede, wie es bei manchen Vereinen üblich ist, musste der Kapitän nicht halten. „Zum Glück. Dafür bin ich nicht der Typ“, so der 29-Jährige. Während Niemeyer den Heimweg antrat, zogen einige seiner Kollegen mit ungestillter Feierlaune weiter. Im „New York“ am Olivaer Platz in der Nähe des Kurfürstendamms schlossen sich Peer Kluge, Änis Ben-Hatria und der Siegtorschütze gegen den SV Sandhausen, Pierre-Michel Lasogga, den Feierlichkeiten der Eisbären Berlin an. Die waren wenige Stunden zuvor deutscher Eishockey-Meister geworden und feierten ausgelassen. Erst in den frühen Morgenstunden war Schluss. Für Zeit zum Ausnüchtern wurde gesorgt. Die Herthaner bekamen für Montag und Dienstag trainingsfrei.