Boxen

Promoter Don King hat sich verzockt

Man nehme 150.000 Dollar und werfe sie in den Gully. Macht niemand?

Doch, Don King. Ausgerechnet der mit allen Wassern gewaschene Box-Zar hat sich verpokert. 1,5 Millionen Dollar hatte der 81-jährige Amerikaner geboten, um das WBO-WM-Duell zwischen Marco Huck (Berlin) und dem Briten Ola Afolabi veranstalten zu können. Vorgesehen war der 11. Mai in Hannover. Wie nicht anders zu erwarten, fand King aber keinen TV-Partner, der die für einen Cruisergewichtskampf respektable Summe mittragen wollte. King wollte das Duell verschieben. Die World Boxing Organization (WBO) lehnte ab. 90 Tage Frist nach Versteigerung – mehr ist nicht. Die Rechte auf die Kampfdurchführung gehen automatisch an den Promoter, der das zweithöchste Gebot abgegeben hat. Das war Hucks Arbeitgeber Team Sauerland (914.000). Der WBO-Verteilungsschlüssel: 80 Prozent für den Champion, 20 für den Herausforderer. Pech für Don King: Er musste zehn Prozent seines Börsengebots als Sicherheit hinterlegen. Das Geld ist für ihn verloren, für Huck (102.000), Afolabi (25.500) und die WBO (22.500) dagegen leicht verdient.