Kriminalität

Gesetzesänderung soll Kampf gegen Doping effektiver machen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die geplante Verschärfung des Arzneimittelgesetzes im Kampf gegen Doping begrüßt.

„Damit wird ein besserer Zugriff auf die Hintermänner des Dopings ermöglicht, damit der Dopingsumpf im Umfeld der Athleten trockengelegt werden kann“ , sagte DOSB-Präsident Thomas Bach.

Der Gesetzentwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes war am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen worden und bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Die Änderung soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden. Im Juli 2013 könnte das Gesetz in Kraft treten.

Dann wäre nicht nur der Besitz nicht geringer Mengen Dopingmittel, sondern auch deren Erwerb strafbar. Das Erwerbsverbot würde den Druck auf die Doping-Drahtzieher erhöhen. Für die gedopten Sportler würde sich die Situation dagegen kaum verschärfen.

Dies will die rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg gerne noch rigoroser ändern. Am 3. Mai soll ein Gesetzentwurf für ein Anti-Doping-Gesetz im Bundesrat eingebracht werden. „Doping im Berufssport ist eine Form von Wirtschaftskriminalität“, sagte Landesjustizminister Rainer Stickelberger (SPD). Dabei dürfe der Staat nicht tatenlos zusehen. „Er muss seinen Teil dazu beitragen, für einen fairen Wettbewerb zu sorgen.“