Hawk-Eye

Englands Liga führt schon im Sommer Torlinientechnik ein

Die englische Premier League führt in der kommenden Saison als erste europäische Fußball-Liga die Torlinientechnik ein.

Das sogenannte Hawk-Eye-System, das bereits im Tennis und Cricket zum Einsatz kommt, erhielt am Donnerstag bei einer Sitzung der 20 Klubchefs den Zuschlag. Mehrere Hochgeschwindigkeitskameras zeichnen künftig das Spielgeschehen aus verschiedenen Winkeln des Stadions auf. Ein Computer berechnet die exakte Position des Balles und sendet ein Signal an den Schiedsrichter, wenn der Ball die Torlinie überschritten hat. Die Kosten belaufen sich angeblich auf mehrere Hunderttausend Euro pro Arena.

Der Weltverband Fifa hatte sich in der Vorwoche gegen Hawk-Eye sowie zwei weitere Tortechnikanbieter und für einen Einsatz von GoalControl beim Confed-Cup in Brasilien entschieden. Bewährt sich die Technik des deutschen Anbieters bei der Mini-WM im Juni, soll sie auch bei der WM 2014 eingesetzt werden.

Die Bundesliga hat noch keine Entscheidung über den Einsatz von Torlinientechnik getroffen, auch aus Kostengründen. Frühestens in der Saison 2015/16 wäre dies ein Thema. Europas Dachverband Uefa mit Präsident Michel Platini ist ein erklärter Gegner von Torkameras.