Verhandlungen

Boxteam Sauerland hat Ersatz für Weltmeister Huck verpflichtet

Profibox-Weltmeister Marco Huck pokert weiter um die Modalitäten einer Vertragsverlängerung mit seinem Arbeitgeber Team Sauerland.

Die Situation ist festgefahren. Der 28 Jahre alte Cruisergewichts-Champion nach Version der World Boxing Organization (WBO) sieht sich als die Nummer eins im Berliner Boxstall. Zusätzlicher Zündstoff liegt in der Tatsache, dass Don King die Austragungsrechte für Hucks anstehende Titelverteidigung gegen den Engländer Ola Afolabi (33) ersteigert hat. Warum der 81-jährige amerikanische Box-Zar 1,16 Millionen Euro (Sauerland bot 708.000) in dieses Duell investieren will, bleibt bislang unklar.

„Marco überschätzt seinen Marktwert“, sagt Teamgründer Wilfried Sauerland (73). „Er ist erwachsen und kann tun, was er für richtig hält. Wir können jederzeit über alles reden. Aber Marcos Vorstellungen sind mit unseren noch nicht kompatibel“, sieht Promoter Kalle Sauerland (36) Gesprächsbedarf. Immerhin: Aus Sicht von Don King böte sich ein Geschäft mit dem Management des Russen Denis Lebedev an. Der Champion nach Version der World Boxing Association (WBA) boxt am 17. Mai gegen den von King gemanagten Guillermo Jones (Panama). Lebedew und seinem Management werden finanzstarke Landsleute im Rücken nachgesagt. Der 33-Jährige hatte im Dezember 2010 knapp gegen Huck verloren. Für King und seine russischen Partner ließe das Überkreuzvergleiche inklusive Titelvereinigungen attraktiv werden. Wie ernst man es im Team Sauerland meint, notfalls auf Huck verzichten zu können, zeigt, dass Firat Arslan einen Vertrag unterschrieben hat. Die Nummer zwei der WBO hatte Huck im November 2012 am Rand einer Niederlage – und will Revanche.