Volleyball

BR Volleys streben unbeirrt dem nächsten Meistertitel entgegen

Die rund 40 Fans des TV Bühl, die per Bus aus dem Schwarzwald mitgekommen waren, um die Volleyballspieler ihres Vereins zu unterstützen, traten den Heimweg tief enttäuscht an.

Mit 3:0 (25:14, 25:19, 25:19) wurden die Außenseiter im ersten Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft vom Titelverteidiger BR Volleys abgeschmettert. Nur eine gute Stunde dauerte die erste Partie nach dem Modus „Best of five“ – wenig Gegenleistung für die 700 Kilometer lange Anreise. Das lag weniger an den Bühlern, die sich nach Kräften zu wehren versuchten. Die Gastgeber waren vor 5112 Zuschauern in der Schmeling-Halle einfach zu stark.

Eine „sehr konzentrierte“ Vorstellung hatte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand gesehen. „Alle sieben haben mir gut gefallen, aber Shoji war fast perfekt heute“, ergänzte er. Der hawaiianische Zuspieler der Berliner wurde auch als bester Mann des Abends ausgezeichnet. Nicht ganz so zufrieden war Trainer Mark Lebedew: „Wir haben nie unseren besten Rhythmus gefunden, das waren nicht hundert Prozent.“ Immerhin freute sich der Australier, dass mit Paul Carroll (19), Felix Fischer (10), Robert Kromm (9) und Ricardo Galandi (8) diesmal vier verschiedene Spieler ordentlich punkteten.

Alle hatten den TV Bühl ernst genommen, das merkte man der Mannschaft an. Schließlich hatten die Süddeutschen in der Liga den Berlinern ihre einzige Saisonniederlage zugefügt. Das war in Bühl, und eine schwierigere Aufgabe erwartet die BR Volleys dort auch im zweiten Duell am nächsten Sonnabend. „Aber sie müssen sich was einfallen lassen, um uns zu schlagen“, sagte Galandi selbstbewusst, der wie Lebedew „unsere sehr gute Blockabwehr“ lobte. Der Gegner sei anfangs nicht so stark gewesen wie erwartet, aber selbst in den umkämpfteren Durchgängen zwei und drei hatte er keine wirkliche Chance auf einen Satzgewinn.

„Sie hatten anfangs sicher Respekt vor der Kulisse hier“, sagte Niroomand, „das sieht in einer Woche schon ganz anders aus.“ Und wenn nicht, wenn es wieder so eine klare Angelegenheit wird wie diesmal, dann werden sich wohl selbst die treuesten Fans des TV Bühl nicht für ein drittes Aufeinandertreffen noch einmal auf den Weg nach Berlin machen.