Fußball

Plötzlich haben die Spanier Angst um ihre WM-Teilnahme

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Ihren Frust über die Blamage von Gijon wollen die entzauberten Fußball-Weltmeister nun die „Grande Nation“ spüren lassen.

„Wir wissen, dass wir auf ein großes Team treffen, aber wir wissen auch, dass wir dort gewinnen können“, kündigte Spaniens Kapitän Sergio Ramos den Franzosen für das Giganten-Duell der WM-Qualifikation am Dienstag im Stade de France einen heißen Tanz an. Mit dem 1:1 gegen Underdog Finnland mussten die Iberer die Tabellenführung der Gruppe I an die Équipe tricolore (3:1 gegen Georgien) abtreten.

„Alarmstufe Rot!“ und „Die WM ist in Gefahr!“ warnten die Zeitungen Sport und Mundo Deportivo groß auf Seite eins. Coach Vicente del Bosque verstand nach dem Abpfiff die Welt nicht mehr. „Die Strafe war zu groß. Dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben, ist eigentlich unmöglich. Wir waren so dominierend, dass auch die Abwehrspieler zeitweilig nur ans Stürmen gedacht haben.“ Dennoch hatte die mit sieben Barça-Stars aufgelaufene „La Roja“ größte Mühe, gegen tief stehende Gäste klare Chancen herauszuspielen.

Kein Wunder, dass es Real-Madrid-Abwehrrecke Sergio Ramos (26) war, der in seinem 100. Länderspiel in der 49. Minute per Kopfball den Bann brach. Als sich alle in Spanien bereits mit den mühsam errungenen drei Punkten zufriedengaben, kam beim ersten gefährlichen Konter der Finnen die eiskalte Dusche durch Schalkes Teemu Pukki (79.).

David Villa räumte ein, dass in der spanischen Umkleidekabine alle „sehr wütend“ gewesen seien. „Wenn man auf diese Weise zwei Punkte verliert, ist das natürlich schwer zu verdauen.“ Jetzt erst recht, laute aber nun die Devise, sagte der 31-Jährige vom FC Barcelona. „Wir hatten ohnehin vor, in Frankreich zu gewinnen.“ Del Bosque und Ramos versicherten, ein Sieg in Paris sei möglich. Nach der Hälfte der Qualifikation liegt Frankreich (zehn Punkte) zwei Zähler vor Spanien.

( dpa )