Volleyball

Dresden fordert BR Volleys – aber der Trainer kommt nicht mit

Fast vier Wochen lang haben die BR Volleys nicht vor eigenem Publikum gespielt, dementsprechend groß ist die Vorfreude.

„Wir können es kaum erwarten“, sagt Trainer Mark Lebedew vor dem ersten Play-off-Viertelfinale gegen den VC Dresden heute (16 Uhr) in der Schmeling-Halle, „wir freuen uns auf die entscheidende Zeit der Saison.“

Nicht wenige glauben, dass diese Phase erst im Halbfinale beginnen wird – zu eindeutig scheinen die Kräfteverhältnisse heute verteilt. Die Sachsen treten mit lauter Amateuren an, die nur dreimal die Woche trainieren. Ihr Saisonetat beträgt rund 150.000 Euro. Die BR Volleys arbeiten mit einem fast zehn Mal so hohen Budget (1,3 Millionen), ihr Team ist gespickt mit Stars. Doch dass auch Dresden als Mannschaft funktioniert, zeigte sich im Pre-Play-off, wo der Aufsteiger überraschend den höher eingeschätzten CV Mitteldeutschland ausschaltete.

Wenn man jemand beim VC hervorheben will, dann Kapitän Eric Grosche, einen der drei besten Aufschläger der Bundesliga, und Nationalspieler Philip Collin. Wobei Trainer Sven Sörendahl, einst mit dem SC Charlottenburg Deutscher Meister, sich keinen Illusionen hingibt: „Ein Satzgewinn wäre für uns schon ein Erfolg.“ Um so mehr, als Sörendahl wegen einer fiebrigen Erkältung gar nicht mit nach Berlin reisen konnte und seine Mannschaft heute nicht einstellen kann.

Es wäre der erste Satzgewinn gegen die Volleys. „Wir sind stärker und wollen die Serie gegen Dresden gewinnen“, nimmt Lebedew die Favoritenrolle gern an. Erstmals seit Wochen kann er in einem Pflichtspiel wieder auf Scott Touzinsky und Roko Sikiric setzen. Die beiden haben nach ihren Knieverletzungen den Härtetest beim Trainingslager in Italien bestanden. „Sie werden auch gegen Dresden dabei sein“, kündigt der Berliner Coach an.