Eishockey

Wütende Fans verweigern Eisbären ihre Unterstützung

Die Protestwoge schwappt immer höher, und so langsam muss sich der EHC Eisbären fragen, ob der Zeitpunkt für die Ankündigung, die Preise für Dauerkarten drastisch zu erhöhen, klug gewählt war.

Denn das Play-off-Viertelfinale in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gegen die Hamburg Freezers droht für den Klub eine immer einsamere Veranstaltung zu werden. Nach der angekündigten Boykottaktion zum ersten Heimspiel am 20. März, dem ein Großteil der gut 4000 Dauerkarteninhaber fernbleiben will, haben sich die Fans darauf verständigt, für die feststehenden Auswärtsspiele in Hamburg am 22. und 26. März alle geplanten Busfahrten abzusagen und die Mannschaft nicht zu unterstützen.

Darauf verständigten sich die verantwortlichen Organisatoren der Busse. „Wir hoffen auf eine breite Akzeptanz dieser schweren Entscheidung und rufen dazu auf, die aktive Fanszene zu unterstützen und dem Spiel ebenso fern zu bleiben“, heißt es in einer Erklärung, die mehrere Fanklubs am Freitag verbreiteten. Vergangenen Mittwoch hatten die Eisbären gemeinsam mit ihrem Besitzer, der Anschutz Entertainment Group, über die geplanten Preiserhöhungen informiert. Dabei wurde dem harten Kern des Anhangs sehr deutlich gemacht, dass viele ihrer Plätze als Einzeltickets deutlich teurer verkauft werden könnten und man dies auch anstrebe. Daher sollen bei den Dauerkarten Preissteigerungen von bis zu 40 Prozent erfolgen – und überdies Leistungen beschnitten werden. Halbfinal- und Finalspiele wären dann nicht mehr im Preis enthalten. Bei den Fans herrscht nun der Eindruck, man wolle die Dauerkarten-Besitzer loswerden. Mit ihrerseits drastischen Maßnahmen hoffen sie, den Klub zu einer moderateren Erhöhung zu bewegen.